Nach der Shovelhead-Ära gab’s für die Harley-Davidson Fat Bob 20 Jahre Pause: Von 1986 bis 2006 hatte die Company das Modell nicht im Programm.
Die Geschichte der Fat Bob ist in zwei Etappen geteilt. 1979 schickte Harley sie das erste Mal ins Rennen und traf schon damals den Nerv der Zeit. Die Fat Bob kam als „dicke Version“ der Super Glide auf den Markt: hochgesetzter Buckhorn-Lenker, tiefer Sitz, 2-in-1-Auspuff mit interessanter Krümmerführung und vor allem der große zweiteilige Tank, von dem die Maschine ihren Namen hat, sorgten für ein markantes Auftreten.
Harley-Davidson Fat Bob in Bad-Bike-Optik
2006 wurde die Fat Bob dann wiedergeboren und stieg deutlich maskuliner aus der Asche. Die voll verkapselten Federbeine, die massive zweiflutige Auspuffanlage mit geschlitztem „Tommy Gun“-Hitzeschild und vor allem der markante Doppelscheinwerfer setzen dem Macho-Style die Krone auf. Der fette Dragstyle-Lenker und die vorverlegte Fußrastenanlage ergänzen die Bad-Bike-Optik.
Bei ihrem Debüt 1979 war die Fat Bob noch mit dem 1200er Shovelhead-Motor bestückt, der erstmals über den unförmigen Luftfilterkasten beatmet wurde, der später typisch für die 1340er-Version werden sollte. Bereits ein Jahr später bekam sie das größere Aggregat, die Drahtspeichenräder wurden durch Gussfelgen ersetzt. Charakteristisch bleibt der Auspuff, dessen hinteres Krümmerrohr sich schwungvoll um die Zündungsabdeckung schmiegt. Das sollte sich auch bei der Neuauflage nicht ändern, die 2007 auf den Markt kam
Die Twin-Cam-Fat-Bob rollt vorn wie hinten bobbermäßig besohlt auf zwei 16-Zoll-Gussrädern. Der auf 28 Grad gereckte Lenkkopf nimmt eine stattliche Gabel mit 49 Millimeter Standrohrdurchmesser auf. Gepaart mit dem kurzen Radstand macht das die 320 Kilo schwere Maschine überraschend agil. Mal abgesehen von der sportlichen XR-Sportster ließ sich damals keine andere Serien-Harley flotter und souveräner um Kurven treiben.
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Als Dyna-Version ab 2013 mit dem 103er Twin-Cam
Die Verzögerung des „Fette Robert“ übernehmen zwei schwimmend gelagerte Bremsscheiben, die ihre Aufgabe Harley-untypisch richtig ernst nehmen. Ab Modelljahr 2013 wurde die Maschine passend zu ihrem wuchtigen Outfit vom Twin Cam 103 mit knapp 1,7 Litern Hubraum angetrieben. 2014 überarbeitet Harley die Fat Bob. Sie bekommt eine neue Sitzbank, eine neue Auspuffanlage und geschlitzte Scheibenräder sowie ein sehr polarisierendes Heck.
Bei ihrem Debüt 1979 war die Fat Bob noch mit dem 1200er Shovelhead-Motor bestückt, der erstmals über den unförmigen Luftfilterkasten beatmet wurde, der später typisch für die 1340er-Version werden sollte. Bereits ein Jahr später bekam sie das größere Aggregat, die Drahtspeichenräder wurden durch Gussfelgen ersetzt. Charakteristisch bleibt der Auspuff, dessen hinteres Krümmerrohr sich schwungvoll um die Zündungsabdeckung schmiegt. Das sollte sich auch bei der Neuauflage nicht ändern, die seit 2007 auf den Markt kam
Der gestreckte Bobtail-Fender, die gekapselten Federbeine, der markante Doppelscheinwerfer und die flache Dragbar an schwarzen Pullback-Risern prägen die massive Optik der Fat Bob, die 2011 bei uns die bestverkaufte Dyna war
Die Neuauflage der Fat Bob war damals die fahraktivste Big-Twin-Harley. Mit ihrem stämmigen Auftritt war sie die Wuchtbrumme innerhalb der Dyna-Familie. Ihre Doppelscheibenbremse mit Vierkolbenzangen verzögert für Harley- Verhältnisse geradezu brachial. Der 180er-Reifen ist nicht zu fett für flotte Kurvenhatz
Zum Modelljahr 2014 rüstet Harley endlich alle Dynas mit dem 1690er-Twin-Cam aus und überarbeitet die Fat Bob – was nicht zu ungeteiltem Beifall führte. Statt des geschwungene Bobtail-Hecks stiach nun ein schräg geschnittenes Heck mit zwei integrierten, unter einer Plastikabdeckung platzierten LED-Rundleuchten ins Auge. Doch die gewöhnungsbedürftige Heckoptik schreckte die Käufer nicht ab, die Dicke verkaufte sich weiterhin blendend. Im Übrigen war die Sitzposition durch die neugeschnittene Sitzbank nochmals verbessert worden, dazu verpassten die Ingenieure der Fat Bob eine neue Auspuffanlage sowie neue, geschlitzte Scheibenräder
Das alte Bobtail-Heck der Fat Bob wurde durch ein kurzes Heck mit zwei LED-Rundleuchten ersetzt. Gewöhnungsbedürftig zwar, aber die Fat Bob blieb ein Bestseller
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