Die Harley-Davidson Wide Glide war der erste ernstzunehmende Serien-Chopper überhaupt und das erste Motorrad mit vorverlegten Fußrasten ab Werk.
Die Dyna Wide Glide erschien 1980 und darf mit Fug und Recht als erster authentischer Serien-Chopper bezeichnet werden. Allein schon das erstmalig verbaute Bobtail-Heck war optisch ein ziemlicher Kracher. Dazu kamen der auf hohen Risern montierte Apehanger, vorverlegte Fußrasten und eine absolut stimmige Linienführung, die ihren Abschluss in Form einer King-and-Queen-Sitzbank mit Sissybar findet.
Der Chopper-Look beruht natürlich nicht minder auf der breiten, abgespeckten FLH-Gabel, die ein 21-Zoll-Drahtspeichenrad führt, dem extra kleinen Scheinwerfer und dem dicken Fünf-Gallonen-Tank … perfekt. Einzig der Elektrostarter passte da nicht ins Bild. Doch zunächst konnte die Maschine ja weiterhin auch per herzhaftem Kick zum Leben erweckt werden. Nach kurzer Skepsis in der Motorradszene verkaufte sich die Wide Glide bald wie das sprichwörtliche „geschnitten’ Brot“.
1980 debütiert die FXWG Wide Glide, das bis dahin radikalste Bike aus Harleys Designabteilung. Eine breite, abgespeckte E-Glide-Gabel mit verchromten Gabelbrücken trägt ein 21-Zoll-Chromspeichenvorderrad, darüber eine verchromte Bates-Style-Lampe. Der hinten hochgezogene, geschwungene Heckfender (Bobtail) mit eingepasstem Rücklicht trägt eine zweiteilige Stufensitzbank mit integrierter Sissybar. Der auf hohen Risern montierte breite Lenker ermöglicht mit der erstmals ab Werk verbauten vorverlegten Fußrastenanlage ein relaxtes Cruisen
Nachdem der 1340er Shovelhead-Motor in Rente ging, stattete Harley 1985 dann, wie alle anderen FX-Modelle auch, die Wide Glide mit dem neuen Evolution-Motor aus. Doch bereits zum Modelljahr 1987 wurde die Wide Glide aus dem Programm genommen.
2010 wurde der Look der Maschine komplett umgekrempelt
Erst 1993 gab es ein Comeback als entsprechend modifiziert Dyna-Version. Ab 1999 wurde sie vom Twin Cam 88-Motor angetrieben. 2007 wurde sie zwar wie alle ihre Geschwister auf den großen 96er Twin Cam umgerüstet, verschwand aber bereits zum Modelljahr 2008 wieder aus der Modellpalette der Company.
Dank vernünftiger Reifendimensionen und des satten Dyna-Fahrwerks ging die letzte Wide Glide vernünftig um die Ecken
Zwei Jahre später legte Harley die Wide Glide wieder neu auf. Diesmal standen jedoch große Änderungen ins Haus. Der Look der Maschine wurde komplett umgekrempelt. Das sonst für die Wide Glide so typische Bobtail-Heck wurde durch ein Schutzblech im Stil der Street Bob ersetzt. Und an die stets vorhandene Sissybar erinnerte nur noch ein kleiner Metallbügel. Ab Modelljahr 2013 besaß sie auch bei uns den 103er Twin Cam.
1980 debütiert die FXWG Wide Glide, das bis dahin radikalste Bike aus Harleys Designabteilung. Eine breite, abgespeckte E-Glide-Gabel mit verchromten Gabelbrücken trägt ein 21-Zoll-Chromspeichenvorderrad, darüber eine verchromte Bates-Style-Lampe. Der hinten hochgezogene, geschwungene Heckfender (Bobtail) mit eingepasstem Rücklicht trägt eine zweiteilige Stufensitzbank mit integrierter Sissybar. Der auf hohen Risern montierte breite Lenker ermöglicht mit der erstmals ab Werk verbauten vorverlegten Fußrastenanlage ein relaxtes Cruisen
Hier steht erstmalig der Lifestyle der ehemals verfemten Outlaw-Biker im Vordergrund, nicht Fahrleistung oder miles per gallon. Die Wide Glide ist Harleys erstes echtes Lifestyle-Motorrad. Ein veritables Werks-Custombike, nagelneu, mit Garantie, vom freundlichen Harley-Dealer. Selbst die Flammenlackierung wirkt an ihr keineswegs aufgesetzt
Die FXDG Disc Glide kam 1983 als Sonderedition der Wide Glide, damals noch mit Shovel-Motor. Sie stand hinten auf einem Vollscheiben-Gussrad, vorne auf einem 21-Zoll-Drahtspeichenrad. Wie schon die FXB Sturgis hatte auch sie das Twin-Belt-System. 1984 erschien ein weiteres Disc Glide-Sondermodell. Die FXRDG mit Evo-Motor basierte auf dem Low Rider und besaß dementsprechend kein Bobtail-Heck
1985 kommt die Wide Glide, wie die meisten ihrer Geschwister, mit Evo-Motor auf den Markt. Bobtail-Heck und Sissybar sind weiterhin Hauptmerkmale der Maschine
Ab Modelljahrgang 1995 zeigt sich der ohnehin schon gute Evolution-V2 noch weiter verfeinert. In Verbindung mit dem stabilen Dyna-Fahrwerk sind die FXD-Modelle bis zum Debüt des Twin-Cam-Motors 1999 der vielleicht beste Kompromiss aus urwüchsigem Charme bei gleichzeitig unkapriziösen Alltags-manieren und mustergültiger Zuverlässigkeit. Für ernstzunehmenden Fahrspaß müssen allerdings unbedingt die Atemwege geöffnet werden …
Im Modelljahr 2000 wurde die Wide Glide vom neuen Twin Cam 88 angetrieben
Zeitlos schön: Dyna Wide Glide mit der 100th Anniversary-Lackierung
Auch die altehrwürdige Wide Glide bekommt 2004 ein I im Typenkürzel verpasst und heißt jetzt FXDWGI Dyna Wide Glide
In der Neuauflage 2010 fährt die Wide Glide in komplett neuem Look vor. Die Auspuffanlage stammt von der Fat Bob und das gewohnte „Bobtail“-Heck wird durch einen Fender im Stil der erfolgreichen Street Bob ersetzt. Der kleine Metallbügel ist das letzte Überbleibsel der Sissybar-Epoche
Dank vernünftiger Reifendimensionen und des satten Dyna-Fahrwerks ging die letzte Wide Glide vernünftig um die Ecken
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