Hier erzählt uns Customizer Dietmar Reiter, wie er den Umbau einer Harley-Davidson Dyna Street Bob angegangen ist.

Nach Privatumbauten steigt Mr. Bobber jetzt ins Profigeschäft ein

„Als Basis schwebte mir eine Dyna Street Bob vor. Ein passendes Bike war schnell gefunden. Baujahr 2010, nur 2.700 Kilometer auf der Uhr und der Preis passte obendrein auch. Ich schlug zu. Meinem Projekt „Dyna Hot Rod Bobber“ stand nichts mehr im Weg!

Harley-Davidson Dyna Street Bob

Zuhause wurde das Bike erst einmal aufgebockt. Erste Pläne entstanden im Kopf. Je öfter ich um die Bob herumtigerte, desto mehr optische Problemzonen fand ich. Aufgrund der anderen Proportionen ist die ganze Street-Bob-Geometrie viel schwerer umzubauen als die Sportster 48.

Stämmig steht die Dyna auf den 16-zölligen TTS-Speichenrädern

Zweifel kamen auf, ob sich die Bob wirklich schön, will heißen in meinem Sinne umgestalten lässt. Am meisten störte in meinen Augen der Tacho auf dem Tank. Auch mit dem serienmäßigen Heckfender konnte ich mich einfach nicht so recht anfreunden. Und was die Radgrößen anging, war ich mir auch lange nicht sicher, ob die geplanten 16 Zoll Felgendurchmesser nicht zu klein würden.

Dann ging´s los mit der Flex

Herumexperimentieren wird da schnell sehr teuer. Aber irgendwann musste die Flex angeworfen werden, es ging los. Nach dem Entfernen des Serien-Tachos wurde das Dashboard zerschnitten und mit einem Stahlblech verschlossen.

Weißwandreifen … immer geil!

Den „Vintage“-Tacho von motogadget samt passendem Gehäuse von Thunderbike am Lenker zu installieren, war gar nicht so einfach, weil bei meinem 2010er Exemplar schon der Stecker der CAN-Bus-Modelle montiert ist. Direkt verlöten war angesagt.

Dyna Street Bob Custom

Dann musste der Heckfender dran glauben. Der wurde komplett zerlegt, danach verlor er zirka zwölf Zentimeter in der Länge und einige Zentimeter in der Höhe. Zwecks besserer Optik schweißte ich am Ende noch seitlich dickere Kanten auf. Die Fenderstruts und deren Abdeckungen wurden um gut fünf Zentimeter gekürzt, die Tieferlegung des Hecks habe ich durch die Montage zweier Federbeine von Progressive Suspension erreicht.

Der konische Luftfilter stammt von BSL.

Bei den 16-zölligen Rädern entschied ich mich vorne für einen 150er-Reifen auf vier Zoll breiter Felge, hinten sitzt ein 180er- Reifen auf einer 6-Zoll-Felge. Hierzu musste der Bremszangenhalter leicht abgefräst werden. Die zwar originalen, aber innen jetzt mit Drop-in-Federn von Progressive Suspension bestückten Gabelbeine stecken in 250 Millimeter breiten Gabelbrücken von Thunderbike.

Ein Gehäuse von Thunderbike umschließt den Minitacho von motogadget

Root-Beer-Candy und Metalflake

Der Frontfender stammt von einer Harley Forty-Eight. Die Auspuffanlage und den Luftfilter lieferte BSL. Die Blinkerhalter, der Tanklift, die Halter für den Federsattel und die Rahmenabdeckung unterm Sitz sind Eigenanfertigungen. Diese Teile sind, ebenso wie die Achsabdeckungen und der Kennzeichenhalter, seit kurzem bei mir erhältlich. Für den Lack – Scallops in Root-Beer-Candy und Metalflake – zeichnet Marcus Pfeil verantwortlich.“

 

Kontakt | www.mr-bobber-custom.com