Da behaupte mal noch einer, es gäbe keinen Nachwuchs mehr in unserer Szene. Der junge Christian Peper belehrt uns mit seinem Erstlingswerk, einer Harley-Davidson Shovelhead, eines Besseren.

Der in Neubrandenburg geborene Christian war gerade einmal 26 Jahre jung, als er dieses Bike auf die Beine stellte. Sein Beruf hat mit schrauben nichts zu tun, er ist Fahrzeuglackierer. Geübt hatte er bereits, da baute er seine erste Harley, 1200er Sportster, in einen Bobber um. „Aber die Shovel ist mein erstes richtiges Custombike“, berichtet der junge Mann, der seit einigen Jahren im Salzburger Land lebt.

Das Erstlingswerk des jungen Schraubers

Den Schrauber-Virus hat Christian ganz offensichtlich von seinem Vater geerbt, denn der ist Mechaniker und seit gut 30 Jahren in der US-Car und Biker-Szene unterwegs. Zur Zeit restauriert Papa Peper eine Corvette, half aber auch bei dem hier gezeigten Projekt mit Rat und Tat. „Durch ihn bin ich eigentlich dem amerikanischen Wahnsinn verfallen“, meint sein Sohn.

Basis Harley-Davidson Shovelhead

Die Basis-Shovel konnte Christian günstig erwerben. Danach ging’s ans Zerlegen. Außen wie innen war der Motors nicht mehr der beste, was Hotty von den H-D Doctors Nord auf den Plan rief. Der baute auf Basis des Vorhandenen mit Brocken von S&S einen jetzt 1340 ccm großen Motor auf.

Oldschool mit Weißwandreifen, Apehanger und starrem Heck

Den originalen Shovel-Rahmen aus dem Baujahr 1976 (deshalb die Zahl auf dem Öltank) behielt man vorne bei, hinten wurde aber ein starres Eigenbauheck angeschweißt. Old School sollte sein Bike werden, deshalb waren von Anfang an eine Springergabel, ein Apehanger und Weißwandreifen gesetzt.

Dem amerikanischen Wahnsinn verfallen

Der Tank stammt von Indian Larry Legacy, der innenliegende Gasgriff von Müller und die innenliegende Bremsleitung von Venhill.Die Batterie hängt unterm Getriebe, die Steuereinheit für Zündung und Blinker unterm Sitz. Zu guter Letzt war das Farbkleid dran. Das hat Lackierer Christian selbstredend selbst übernommen.

Hübscher Tacho von motogadget

„Es war ein steiniger Weg, bis es zu diesem Ergebnis kam, da ich vorher noch nie so ein Bike gebaut habe. Es war in Wirklichkeit schon einmal fertig, aber beim Zusammenbauen habe ich einige Fehler gemacht. Also alles wieder auseinander und nochmal zusammenstecken, diesmal aber richtig“, berichtet der Wahlösterreicher von der zweijährigen Bauzeit.

Fazit

Wir meinen: Es hat sich gelohnt. Erstaunlich für ein Erstlingswerk, und erstaunlich stimmig für solch einen jungen Kerl. Congrats ins Salzburger Land!

 

 

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