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Big Bear Choppers – Sled

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2011 ging die US-Bikeschmiede Big Bear Choppers pleite. Dabei verkauften sich die verschiedenen Umbauserien jahrelang wie geschnitten Brot. Einige fanden sogar den Weg nach Deutschland.

Sven und Thomas hatten sich auf der Bike Week in Daytona Beach verguckt. Nein, nicht in eines der unzähligen Silikontitten-Beauties, sondern in ein Motorrad. Extrem lang und flach stand sie da am Stand von Big Bear Choppers, und um die beiden Deutschen war es sofort geschehen. „Wir waren uns einig, das die ‚Sled 300‘ mit 300er Hinterreifen der absolute Überknaller ist“, so Sven.

Stylisch: Tief hinab gezogenes Front-Schutzblech. Ein Frontfender war übrigens auch Auslöser für den Niedergang von Big Bear Choppers. Der begann schon 2009, als eine minderwertige Schweißnaht dazu führte, dass einem Biker das Bein vom Frontfender seines Big Bear Choppers zertrümmert wurde und in Folge dessen amputiert werden musste

Den beiden war aufgefallen, dass dieses Bike ein echter Publikumsmagnet war, gut zu erkennen an den Menschentrauben, die die flache Schönheit ständig umlagerten. Schnell war der Entschluss gefasst: „Sowas brauchen wir in Deutschland.“

Big Bear Choppers – Lang, flach und kurvig

Lang, flach, extrem kurvig gestylt, solch ein Motorrad wollten die Jungs all jenen daheim präsentieren, die nicht in Daytona waren. Und sie wollten zeigen, dass so ein Bike legal auf deutschen Straßen unterwegs sein kann. Ein Unterfangen, das in den heutigen Euro-5-Zeiten allerdings nicht mehr möglich wäre.

Düstere Höllenflammen züngeln über die Lackteile. Totenköpfe und Flammen sind fraglos die meistlackierten Motive der Bikerszene 

Wieder zu Hause, bestellten sie den kompletten Kit für dieses Bike bei Big Bear Choppers in Kalifornien. Erst nach drei Monaten kam der Kit via Luftfracht aus SoCal an, denn die Geschäfte von Big Bear Choppers gingen vor 20 Jahren noch richtig gut und gerade das Modell „Sled“ erfreut sich drüben großer Beliebtheit. 

Den TÜV-Stempel gab’s tatsächlich ohne Probleme

Die Jungs machten sich an die Arbeit, und bauten ihre „Sled“ in Windeseile zusammen – tatsächlich ohne größere Probleme. Die erste Probefahrt nach Fertigstellung war eine Offenbarung. Das Big-Bear-Bike funktionierte auf Anhieb tadellos. Geadelt wurde die bis auf die lange Lieferzeit positive Aufbaustory durch den TÜV-Stempel.

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DM 2/26

Das Firmenlogo des Herstellers ist in den Sitz gestickt. Sowas nennt man wohl Seriencustomizing – ein Widerspruch in sich

Viele Big Bear Chopper sind nicht nach Deutschland gelangt, aber bei Spezialisten wie U.S. Dreammachines findet man immer wieder Maschinen von Big Bear, Big Dog und American Iron Horse. Fahrende Zeitzeugen aus einer Custom-Ära, die die Grenzen zwischen Serienbau und Customizing verschwimmen ließen.

Trotz extrem flach angestellter Gabel und elend langem Radstand ließ sich die Sled erstaunlich behände bewegen. Natürlich besser geradeaus als in kurvigem Geläuf … 

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CB 1/26

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DM 2/26


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