Fünfgang-Sportster-Motoren der Baujahre 1991 bis einschließlich 2003 kann man jetzt auf einen Kickstarter umrüsten. Wir zeigen, wie das geht.

Für nicht wenige Gearheads ist das Ankicken die einzige legitime Art, einen Harley-V2 zum Leben zu erwecken. Diese Leute fahren Motoren der Vor-Anlasser-Ära nicht etwa, obwohl diese keinen elektrischen Anschmeißer haben, sondern gerade WEIL das so ist.

Sportster-Motoren bis 2003

Jetzt gibt es einen Umrüst-Kit auf Kickstarter, der es auch Sportster-Piloten erlaubt, den Obercoolen vor dem Café zu machen.

Die Bestandteile des Umbau-Kits

Der riesige Vorteil dieses Kits: Nach dem Einbau kann die Batterie aufs Altenteil. Wer dann noch ein anderes Plätzchen für den nervigen Öltank findet, sieht sich in der La-ge, ein komplett gecleantes Rahmendreieck in seiner Sporty spazieren zu fahren.

Primärtrieb samt Kupplungskorb sind bereits entfernt; das Kassettengetriebe sitzt noch drin

Erfahrung tut Not

Der An- bzw. Einbau des Kits ist nichts für Menschen, die zwei linke Hände haben, denn immerhin muss die Getriebehauptwelle getauscht werden. Das ist zwar alles kein Hexenwerk, ein gerüttelt Maß an Schraubererfahrung tut aber trotzdem Not. Im Nachfolgenden zeigen wir in gerafften Schritten, wie solch ein Umbau vonstatten geht.

Wer sich für einen solchen Kit interessiert, kann ihn bei MB Cycles in Heidelberg erwerben.

Der komplette Kit umfasst (mit Ausnahme neuer Motorgehäusedichtungen) alle Teile, die benötigt werden. Er kostet rund 1.489 Euro.

Kontakt | www.mb-cycles.de

 

Das Getriebe ist ausgebaut

 

Eine geschlossene Dichtmanschette muss ausgetrieben werden

 

Kassettengetriebe der Sportster.

 

Die Hauptwelle (Mitte links) muss ausgetauscht werden

 

Links zu sehen die originale geschlossene Hauptwelle, rechts daneben die neue aufgebohrte Kit-Welle mit dem Gewinde darin. In dieses Gewinde wird später von außen die Mitnehmerkrone des Kickstart-Mechanismus eingeschraubt

 

Die neue Hauptwelle ist fertig zum Einbau

 

Die Mitnehmerkrone ist durch die hohle Pulleybefestigungsmutter hindurch mit der Kit-Hauptwelle verschraubt

 

Letzter Schritt: Deckel drauf, Hebel dran und kicken

 

Lohn der Mühe: ein freies Rahmendreieck, der Öltank sitzt in diesem Fall vorm Motor

 

Kontakt | www.mb-cycles.de