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Harley-Davidson Museum – Zeitreise

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Zufällig demnächst im Norden der USA unterwegs? Dann ab nach Milwaukee, denn das dortige Harley-Davidson Museum ist nicht nur für Hardcore-Fans der Motor Company einen Besuch wert.

Die Mutterstadt der Motor Company, Milwaukee in Wisconsin/USA, ist seit 2008 um eine Attraktion reicher, denn die Motor Company hat seinerzeit das Harley-Davidson Museum eröffnet. Metall, Stein und Glas prägen die drei Gebäudekomplexe, der auf einem 81.000 Quadratmeter großen und auf drei Seiten vom Menomonee River umgebenen Areal an der Kreuzung Sixth Street und West Canal Street errichtet wurde. 

Faszinierende Zeitreise im Harley-Davidson Museum

Die Ausstellungsfläche im Inneren beläuft sich auf rund 121.000 Quadratmeter. Hier nimmt Harley-Davidson die Besucher mit auf eine faszinierende Zeitreise in die bewegte Vergangenheit der Marke. Rund 8.000 Exponate, darunter allein 170 historische Bikes, gibt es auf zwei Ebenen zu bewundern.

Willie G. und seine Familie spendierten die lebensgroße Hillclimb-Bronzeskulptur von Jeff Decker 

Die Ausstellung ist chronologisch aufgebaut. Und natürlich fehlt weder die authentische Rekonstruktion der „Serial Number 1“, der ersten Harley-Davidson aus dem Jahr 1903, noch die 1956er KH von Elvis Presley oder die von Peter Fonda legitimierten Repliken der verschollenen Original-Maschinen aus dem Kultstreifen „Easy Rider“. 

Der „Engine Room“ – Technik, Geschichte und Sound der H-D Motoren

Touch Screens und zahlreiche andere interaktive Elemente laden die Gäste ein, ihr Wissen spielerisch zu vertiefen. So macht etwa der „Engine Room“ die Besucher mit Geschichte, Technik und Sound der H-D Motoren vertraut. Auf Bildschirmen kann man die jeweiligen Motorenbaureihe anklicken und deren Sound aufheulen lassen.

Ungeschönt und unrestauriert: Ein H-D-Buckboard Motor aus dem Jahr 1905

Besonders interessant für Eingefleischte sind hier vor allem die lange Zeit streng geheim gehaltenen Motoren-Typen, die Harley im Verlaufe der letzten Jahrzehnte zwar entwickelt, aber nie auf den Markt gebracht hat. Zum Beispiel der Vierzylinder-V-Motor, der in der „Nova“ debütieren sollte. Aber auch ein äußerst kompakter 1100er Zweizylinder mit oben liegenden Nockenwellen aus dem Jahr 1975 ist zu sehen – nicht auszudenken, was aus Ducati geworden wäre, hätten die Amis dieses Aggregat seinerzeit auf die Straße gebracht. 

Board-Tack-Racer in der hölzernen Steilkurve

An anderer Stelle kann man auf einer Achse drehbar montierte Kurbelwangen mit den eigenen Händen mittels einer Reibrollenmachine auf Hochtouren bringen, um die Effekte der Kreiselkinematik und damit den Einfluß der Kreiselkräfte der Kurbelwelle auf das Handling der Maschine zu erfahren. Auf einer in Originalgröße aufgebauten hölzernen Steilkurve präsentieren sich die Board Track Rennmaschinen der „roaring Twenties“.

Hillclimbing war Mitte der 20er ein sehr populärer Sport in den USA

Weitere Bereiche der Ausstellung widmen sich Motorradkleidung und -mode aus längst vergangener Zeit. 100 klassische Tanks repräsentieren die Entwicklung des Harley-Davidson Designs. Ein Videoscreen und zahlreiche Exponate künden von der Harley-Davidson im Kinofilm. Zu den zahlreichen weiteren Themenkomplexen zählen die Entwicklung des Händler-Netzwerks, die Motorsport-Historie der Marke, Polizeifahrzeuge, Spielzeuge, die Geschichte der Hillclimber, frühe Custom-Skurrilitäten und die Geschichte der H-D Motorcycle Clubs. 

Auch Schneemobile, Boote und Golf carts gibt es zu sehen

Das auch die modernsten Entwicklungen heutzutage immer noch mit Holz- und Tonmodellen ihren Anfang nehmen, zeigt ein 1:1-Tonmodell aus der V-Rod-Vorentwicklung. Interessant ist es, zu sehen, was von den frühen Ideen und Formen letztendlich den Weg in die Serienproduktion gefunden hatte. 

100 verschiedene Logos: Tankgalerie

Nebenprodukte, die Harley einmal zum Teil erfolgreich produzierte, dürfen natürlich nicht fehlen. Zu nennen wären hier z.B. die Schneemobile mit 398 und 440 ccm Zweitaktern, die in der Fabrik am Capitol Drive gebaut wurden. Und auch die Golf Carts haben Mitte der 60er Jahre immerhin einmal fast 20 Prozent der Produktion ausgemacht.

CUSTOMBIKES und Aftermarket kommen zu kurz

Das wichtige Thema Custombikes kommt dagegen in der Ausstellung nach unserem Geschmack ein bisschen kurz rüber. Der riesige Aftermarket, ein Phänomen, das es so nur um die Marke Harley-Davidson gibt, wird komplett totgeschwiegen. Ebenso stiefmütterlich geht die Company unverständlicherweise auf ihre Jahrzehnte lange Renntradition im Straßenrennsport ein. 

Nebenprodukte: Boote, Golf Carts und Schneemobile 

Im Anschluss an den Besuch der Ausstellung hat man Gelegenheit, im Museums-Shop einzukaufen oder im hauseigenen Restaurant, im Café oder auf den großzügig gestalteten Außenanlagen zu relaxen. Auch wechselnde Sonderausstellungen sorgen dafür, dass es im Harley-Davidson Museum niemals langweilig wird.

Info | h-dmuseum.com

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Fotos: H-D, Christmann
Fotos sind urheberrechtlich geschützt

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