Die südafrikanische Motorradszene ist voll von Beschränkungen, Hürden und Hindernissen. Motorradträume verlaufen sich hier aufgrund von mangelndem Interesse, Wissen oder fehlender Leidenschaft häufig im Sand. Trotzdem, inmitten von Negativität und begrenzten Möglichkeiten gibt es einen Hoffnungsschimmer – Wildebeest Motorcycles.

Besonders pfiffig: Unterm Sitz ist die Elektrik versteckt; Die dorthinführenden Kabel verlaufen in Schläuchen, die wie Öldruckleitungen aussehen. Eine perfekte Täuschung

Die zwei klugen Köpfe hinter Wildebeest Motorcycles sind Constant van der Colff und Johan Oosthuizen. Constants anhaltende Leidenschaft für Motorräder rührt aus früher Zeit; während seiner Schulzeit war er von allem fasziniert, was einen röhrenden Motor besaß. Sein Schulfreund Johan fuhr damals schon Amateur-Motorradrennen. Beide Zweiradenthusiasten träumten davon, David Essex in dem 1980er Film „Silver Dream Racer“ nachzueifern. Dies endete dann in der Gründung ihrer Firma.

Wildebeest „Hot Rod“ – Eigenbau aus Südafrika

Wildebeest Motorcycles gibt es in seiner jetzigen Form seit vier Jahren. Freunde und Familie der beiden Köpfe sind sich sicher, dass die Firma ein Ausdruck der Mid-Life-Crises der beiden sei, für die Gründer selbst war es jedoch lediglich eine Sache von „Jetzt oder Nie“.

Im Design teilweise dem P-51 Mustang-Kampfflieger aus dem Zweiten Weltkrieg nachempfunden

Ihre großen Vorbilder sind unter anderem Gordon Murray, ein Südafrikaner, der für Brabham und McLaren arbeitete und maßgeblich am Bau des McLaren F1 beteiligt war; und Carroll Shelby, das Genie hinter dem AC Cobra und dem Ford GT 40. Shelby gab auch den Anstoß für die eigene Firmenphilosophie. Alle Wildebeest-Motorräder sind von Grund auf neu gebaut.

Wurzeln im europäischen Customizing

Kaum eine der dafür verwendeten Komponenten findet man im Ladenregal. Hauptaugenmerk liegt dabei nicht auf der amerikanischen Custombike-Kultur, sondern auf der europäischen. Constant und Johan produzieren weniger auf Masse als viel mehr auf Qualität. Und die wird von ihren Kunden auch verlangt. Ihre Motorräder sollen eher simpel sein und durch Benutzerfreundlichkeit glänzen als durch Protz.

Neueste und hochwertigste Technik, angefangen von Ultima Competition über Brembo bis Öhlins

Sie verzichten auf Verzierungen wie Flammen, Chrom und all die Dinge, die blitzen und blinken. Statt-dessen verbauen sie immer die neueste und hochwertigste Technik, angefangen von Ultima Competition über Brembo bis Öhlins.

An vielen Stellen des „Hot Rod“ getauften Modells finden sich edel umgesetzte eigene Lösungen, wie etwa die Hinterachsaufnahme

Hommage an US-Szene

Die „Hot Rod“ ist ein Vorzeigeexemplare des Könnens von Wildebeest Motorcycles und gleichzeitig Hommage an die Szene aus den USA. Sie ist im Design teilweise dem P-51 Mustang-Kampfflieger aus dem Zweiten Weltkrieg nachempfunden und trägt dessen charakteristischen „Luftansauge“-Bauch.

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