Mit der Standard V-Rod und der Night Rod Special hatte Harley-Davidson im Modelljahr 2008 nur noch zwei VRSC-Modelle im Programm. Dafür gab’s nun mehr Hubraum, mehr Leistung, mehr Gummi und ein optionales ABS.
Was war das Geschrei groß, als Harley-Davidson mit der V-Rod im Jahre 2001 erstmals einen V-Twin mit Wasserkühlung ins Rennen um die Käufergunst warf. Aber selbst die größten Zweifler müssen heute eingestehen, dass die Company mit diesem Traditionsbruch vieles richtig gemacht hatte. Ein modernes Kraftrad mit stilvollem und eigenständigem Design, das sich auch in Sachen Leistung nicht verstecken musste, war einfach überfällig.
Die V-Rod hat Harleys Markenimage gut getan
Und die V-Rods haben eindrucksvoll gezeigt, dass Harley nicht nur ewig die eigene Vergangenheit zitieren muss, um glaubwürdige und charakterstarke Maschinen auf die Räder zu stellen. Dem Markenimage haben die VRSC-Modelle jedenfalls gut getan und nebenbei neue Käuferschichten erschlossen. Von den fünf verschiedenen V-Rod-Modellen, die noch 2007 angeboten wurden, waren im Modelljar 2008 jedoch nur noch zwei im hiesigen Modellprogramm zu finden, weil der ganz große Hype um die Dragstyle-Bikes bereits am Abflauen war.

Es war also Zeit, ein Bricket nachzulegen. So wurde der Revolution-V2 um fünf auf 105 Millimeter aufgebohrt, so dass sich nun ein Hubraum von 1246 ccm ergab. Dank der damit verbundenen technischen Modifikationen wartete der Revolution-Motor fortan mit einer Leistung von 125 PS und einem gesteigerten maximalen Drehmoment von 115 (V-Rod) bzw. 111 Nm (Night Rod Special) auf, was sich in nochmals dynamischeren Fahrleistungen niederschlägt. Holla die Waldfee, da geht was beim Gas aufreißen!
Ab 2008 gab’s 1250 ccm Hubraum und satte 125 PS
Dabei weiß das Aggregat nicht nur durch sein nochmals breiter nutzbares Drehzahlband und die jederzeit angenehmen Vibrationen zu gefallen. Man spürt förmlich, wie jedes einzelne Zahnrad im Inneren des Motors präzise und fein ausbalanciert seinen Dienst verrichtet. Das hört man, das fühlt man und das spiegelt sich auch in der mustergültigen Zuverlässigkeit der Revolution-Bikes wieder.

Auch die überarbeiteten V-Rods sind konzeptionsbedingt natürlich keine Serpentinen-Könige. Lang, schwer, flach und serienmäßig mit 240er Pneu im Heck – das taugt eher für den Dragstrip als für die Alpen. Zumal metallisches Kratzen schon recht früh das Ende der Schräglagenfreiheit ankündigt.
Das Handling ist nicht spielerisch, aber verbindlich
Dennoch lassen sich beide Rods verbindlich und durchaus geschmeidig durch winkliges Geläuf bewegen. Und selbst wer auf der letzten Rille unterwegs ist, braucht sich dank der Anti-Hopping-Kupplung nicht vor einem wild stempelndem Hinterrad beim hurtigen Herunterschalten zu fürchten. Die straffen Federelemente tun ein Übriges, um ein zwar nicht spielerisches, aber doch präzises Handling zu erzeugen.
Fazit
Durch die Überarbeitung sind die V-Rods spürbar besser geworden. Der Motor ist eine absolute Wucht und bietet mehr Leistung und Drehmoment als das vorherige 1130er-Aggregat. Über alle Maßen zuverlässig sind allerdings beide Versionen des von Porsche entwickelten V2. Powerfreunde, die auf der Suche nach einer Gebrauchten sind, empfehlen wir jedoch wärmstens eine 1250er Rod ab Modell ab 2008.






Schreibe einen Kommentar