„Markus, bau mir was. Aber was Großes!” Nun, größer geht wohl nicht … so entstand die Victory Hammer 8-Ball „The Rock”.

Markus bezeichnet sich selbst als „Metal Freak“. Nichts aus Metall ist vor dem Österreicher sicher. Beruflich hat sich der gelernte Schweißer auf die Umsetzung von Kunst spezialisiert. Seine Auftraggeber kommen aus der Sport- oder Kunstbranche oder auch aus der Motorradszene. Tagsüber hält er Vorträge über die verschiedensten Schweißtechniken und bereitet Schüler auf die Meisterprüfung vor.

XXL-Bike für einen XXL-Kerl: Besitzer der Victory Rock ist der stärkste Mann Österreichs, Franz Müllner

Abends findet man Markus in seiner Werkstätte beim Verwirklichen seiner Ideen. Vor einiger Zeit hatte er ein besonderes Projekt. Der stärkste Mann Österreichs, Franz Müllner, a. k. a. „The Austrian Rock“, orderte bei ihm ein Motorrad. Die Leistungsdaten des vielfachen Guinness-Weltrekordhalters Franz Müllner sind mehr als beeindruckend. So zog der Österreicher eine 150 Tonnen schwere Boing 777, ließ einen Helikopter auf sich landen oder rollte so ganz nebenbei 19 Bratpfannen zusammen.

Victory Hammer 8-Ball – The Rock

Das 1,90 m große und 140 Kilogramm schwere Muskelpaket hat einen Oberarmumfang von einem halben Meter. Deshalb war klar, dass er nicht auf irgendeinem Bike Platz nehmen würde. Nach langer Suche fiel die Entscheidung von Erbauer Markus auf eine Victory Hammer 8-Ball.

Der Tank hat mit Absicht die Anmutung eines grün lackierten Felsens, er entstand aus 252 einzelnen fünfeckigen Blechstücken

Nicht nur das Volumen des Motors von 1731 ccm und 139 Nm Drehmoment überzeugte Markus, sondern vor allem die Dimensionen von Rahmen und Fahrwerk. Mit einer Fahrzeuglänge von knapp 2,5 Metern und einem Radstand von 1689 mm sollte auch genügend Sitzkomfort für den Muskelberg aus Salzburg machbar sein.

Beeindruckende Maße

Als Erstes musste die Gabel raus. Die Firma SMC wurde mit der Herstellung einer einzigartigen Gabelbrücke beauftragt. Aus dem Vollen gefräst entstand eine Brücke, die es so wohl noch nie gegeben hat. Beeindruckende 518 mm Breite sollten genügend Platz für den geplanten 300er-Vorderradreifen bieten. Klar mussten unzählige Teile angefertigt werden, ehe die Upside-down-Gabel wieder mittig im Rahmen stand.

Böse: Breites Frontend mit vier Ellipsenscheinwerfern

Einen passenden Frontfender fertigte Markus in der Schule, in einer Pause, so ganz nebenbei. Futuristisch auch die Beleuchtung. Vier Halogen-Ellipsenscheinwerfer, in zwei Ebenen angebracht, sorgen nicht nur für Aufsehen, sondern auch für ausreichend Licht.

Felsenstank aus 252 Teilen

Ans Ende des 110 Zentimeter breiten Lenkers von LSL baute Markus spacige Handprotektoren. Eine Tachoeinheit von motogadget wurde in die obere Gabelbrücke integriert und löste die originalen Uhren ab. Der Tank besteht aus insgesamt 252 Einzelteilen. Aus einer 1 Millimeter starken Blechtafel schnitt Markus fünfeckige Teile, sogenannte Pentagons heraus. Erst setzte er die Teile am Computer zusammen, ehe er dann tatsächlich zum Schweißgerät griff. Stück für Stück wurde so zusammengeschweißt und verschliffen, um den einzigartigen Stil eines Felsens zu erzeugen. Obendrauf setzte Markus den Benzineinfüllstutzen eines Supersportlers.

Abgefahrene Dimensionen überall: Der Lenker ist mal eben 1,10 Meter breit

Das Heck wurde gekürzt und um 8 Millimeter höher gesetzt. Der originale 250er- Reifen musste einem 50 Millimeter breiteren Kollegen weichen. Im gleichen Stil wie an der Front wurde auch für das Heck ein Fender angefertigt. Um einen optimalen Sitzkomfort zu gewährleisten, wurde auch die Fußrastenanlage neu konstruiert. Sehr minimalistisch fiel der Sattel aus. Auf einer Stahlplatte sitzt eine 8 Millimeter starke Moosgummiplatte. Entsprechend ist auch der Sitzkomfort: hart wie ein Felsen. Doch das wollte Franz „The Rock“ so – und das bekam er.

Victory Hammer – The Rock

Für die Auspuffanlage griff Markus ein weiteres Mal ins Eisenregal. Aus 48 Millimeter Edelstahlrohren fertigte er die Krümmer, die in einem 62 Millimeter Edelstahldämpfer enden. 100 Prozent handmade und dazu noch legal. Apropos legal – das ganze Bike hat wohl TÜV und Franz ist damit auch offiziell auf Österreichs Straßen unterwegs. Mit welchen Fahrzeug der stärkste Mann Österreichs zum nächsten Weltrekordversuch aufbricht, ist damit wohl geklärt.

 

 

www.dream-machines.de