Handwerkskunst gepaart mit Originalität ist heutzutage ein Garant für Erfolg im Customizing-Geschäft. „Copper Mike“ ist einer aus jener außerordentlichen Riege von Motorradbauern, die mit Qualität beeindrucken. Mit seinem Steampunk-Eigenbau beweist er auch seinen Ideenreichtum. Sein Markenzeichen – sie haben’s schon erraten – ist das Weichmetall Kupfer.

Copper Mike´s Markenzeichen ist das Weichmetall Kupfer

Copper Mike wurde im Brooklyner Stadtteil Gravesend als Michael Christian Cole geboren. Seinen Spitznamen „Copper Mike“ verpassten ihm die Kumpels aus der örtlichen Bikerszene, weil sein liebstes Metall von Anfang an Kupfer war. In seinem Shop „Gravesend“ in Lindenhurst/Long Island kombiniert er zeitgenössische Stile mit altbewährten Arten des Bikebuildings.

Steampunk-Eigenbau auf den Punkt

Die „Steampunk“ ist eine Maschine, die Mikes Art des Customizings auf den Punkt bringt. Für den Laien mag es mit einiger Entfernung aussehen wie ein rattiges altes Bike, doch je näher der Betrachter diesem Motorrad kommt, umso mehr erschließen sich einem die unzähligen einmaligen Details. An jedem anderen Bike würde die vergoldete Auspuffanlage kitschig aussehen, in Kombination mit dem weichen Farbton der aus Kupferblech gefertigten Komponenten allerdings kommt das Gold der Rohre ganz gut.

Praktisch alle Anbauteile sind aus Kupfer oder vergoldet

Am meisten Arbeit und Zeit hat Mike der Tank gekostet. In das aus Kupferblech gedengelte Spritfass hat der Metallbearbeitungsartist einen Kompass, ein Sichtfenster, eine Old-Fashioned-Benzinstandsanzeige und eine Öldruckanzeige integriert, das Ganze geschmückt mit einer mehrfach gewundenen Kupferleitung, das alles natürlich voll funktionsfähig.

Gold und U-Boot-Lampen

Die Gravuren an dem Bike fallen erst aus der Nähe auf, tragen dann aber einen erheblichen Teil zu seinem hochwertigen Look bei. Die Zylinderkopfdeckel des ’71er Shovel-Aggregats sind aufwändig handgraviert. Ölleitungen, Stößelstangen sowie Schraubenköpfe sind vergoldet, sogar der Ansaugstutzen des Luftfilters ist aus 24-karätigem Gold.

4-Karat-Ansaugstutzen, goldene Stößelstangen und gravierte Zylinderköpfe sorgen für einen erhabenen Anblick

Ein exotisches Detail am Rande: Die Lampen waren vormals Notleuchten in einem U-Boot, sie fungieren nun als Front- und Heckscheinwerfer. 1.700 Stunden reine Arbeitszeit hat Mike in dieses Bike gesteckt. Der Lohn der Mühe: Im Convention Center in Daytona war die Maschine während der Bike Week vor einigen Jahren völlig zu recht ein Publikumsmagnet und 2013 gewann sie auch noch den „Peoples Choice“-Pokal der „Artistry in Iron“-Convention in Las Vegas.

1700 Arbeitsstunden verschlang die Steampunk, bis das Werk endlich vollbracht war