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DM 5/26


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Fotos: Dirk Mangartz | Fotos sind urheberrechtlich geschützt

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Sportster Racer – XL 1200 R

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Manch ein Harley-Fahrer akzeptiert gleichmütig, daß sein US-Eisen auf der Landstraße gegen die Japanfraktion keinen Stich landen kann. Nicht so ein Heißsporn aus Niedersachsen, der eine gewöhnliche XL 1200 zum astreinen Sportster Racer umgebaut hat.

„So eine Harley hat ja einen ganz netten Motor, aber Schnellfahren geht mit dem verbastelten Rest ja null.“ Die Worte von Christians Italiener-fahrender Arbeitskollegin saßen. „Stimmt eigentlich“, musste der Panhead-Fahrer zugeben, schließlich hatte er neben seinem Rebellenstuhl stets noch eine japanische Ersatzbefriedigung zum „Toben“ in der Garage. Aber nun reichte es. Christians Ehrgeiz war entfacht.

Taugliche Fahrwerkszutaten einer Yamaha R1, K&J-Breitreifenschwinge und straffe Federbeine von Progressive Suspension machen die Sporty fit fürs Mittelgebirge

„Ich hatte keinen Bock mehr, wieder so´n japanisches Ding zu kaufen, Arbeit und Geld reinzustecken, bis es einigermaßen erträglich aussieht. Um dann zu merken, dass es doch nicht meine Nummer ist“, beschreibt der Bad Salzdetfurther die Zweiradtragödien der vergangenen Jahre. Also besorgte er sich eine Evo-Sportster und stattete sie mit Buell-Gabel und Rädern, zurückverlegten Rasten sowie kurzem Heck aus.

Sportster Racer mit USD-Gabel und Bremsanlage einer Yamaha R1

„So hatte ich mir das vorgestellt: Harley-Getucker, satt Schub und Fahrwerk“, schwärmt Christian von seiner ersten Anti-Harley. Am Ende der Saison verkaufte er das gute Stück dennoch, denn er wollte sich etwas noch Extremeres aufbauen.

Schlankheitskur: Selbstverständlich verlor das dynamische Bike durch den Umbau auch einige Pfunde. Und hätte Christian die beiden Ausleger des Heckrahmens abgeflext, wären es sogar noch ein paar Gramm mehr geworden – zumal sie die einzigen optischen Ungereimtheiten dieses feschen Evo-Racers sind

Als Basis für sein nächstes Projekt kaufte er sich wieder eine 1200er Sportster. Upside-down-Gabel und Bremsanlage stiftete eine Yamaha R1, 17-Zoll-Speichenräder nahmen moderne Sportreifen auf und passten dank K&J-Schwinge sowie Offset-Ritzel in den Rahmen der Sport-Harley.

Der MTR-Höcker ist eigentlich für Guzzi-Cafe-Racer gedacht

Für die Hammeroptik sorgen ein MTR-Höcker, der eigentlich für Guzzi-Cafe-Racer gedacht ist, Alustummel und eine Rastenanlage von LSL, ein Fliegertankdeckel für den originalen Sporty-Tank, Wave-Bremsscheiben und eine Lackierung, die an der sportlichen Bestimmung des US-Eisens keine Zweifel lässt. Auch der V2-Motor musste sich eine Leistungskur gefallen lassen.

Bohnenstange: Für eine 1200er baut die sportliche XL unglaublich schmal

Trotz Thunderslide, K&N und Dynojet ist das Ende der Fahnenstange hier allerdings noch lange nicht erreicht. „Ehrliche 100 PS sind machbar“, träumt Christian von der nächsten Ausbaustufe, „und spätestens dann gibt es im Weserbergland keine Gegner mehr.“

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HD Köln/Bonn
Technische Daten
Modell H-D XL 1200 Sportster
Erbauer/Besitzer Christian Krause

Motor
Typ XL 1200
Zylinderköpfe Thunderslide
Vergaser Dynojet-Kit
Luftfilter K&N
Auspuff 883 R
Sonstiges Motorgehäusedeckel modifiziert
Getriebe orig., 5-Gang
Primär-/Sekundärtrieb Versatzritzel/Belt
Fahrwerk
Rahmen H-D XL Sportster, gekürzt
Schwinge K&J Exenter-Kastenschwinge
Gabelholme Showa USD aus Yamaha R1
Federbeine Progressive Suspension
Rad, vo. 3,5 x 17” mit 120/70-17
Rad, hi. 5,5 x 17” mit 170/60-17
Bremsen ISR Vierkolbenbremssättel Yamaha R1 ABM Fullfloater Wave-Bremsscheiben 300
Zubehör
Tank H-D Sportster
Heck MTR Moto Guzzi modifiziert
Lenker LSL Alustummel
Blinker Kellermann LED
Instrumente Eigenbau-Halter aus Alu
Schutzblech Yamaha R1 modifiziert
Sitzbank Leder Eigenbau
Fußrasten LSL
Rücklicht LED
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