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Speed Queen – Kleinserie im Budget

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Custombikes kosten auch in den USA oft viel Geld. Dass es auch anders geht, zeigte vor einigen eine kleine Firma aus dem Bundesstaat New York.

Im Städtchen Newburgh, rund 80 Kilometer nördlich von New York City gelegen, entstanden noch vor einigen Jahren Bikes mit einem Startpreis von unter 14.000 Dollar. Scherzhaft nannten die Erbauer ihre Motorräder „Beer Budget Bobber“. Das Grundmodell der Serie ist die hier vorgestellte „Speed Queen“.

Speed Queen mit schlanker Linie

Sie machte ihrem Namen alle Ehre. Richie Mauro, damaliger Mitbesitzer von RPM Custom Chopper, entwarf das Bike in seinem Kopf. Ihm schwebte eine schlanke Linie und ein potenter Antrieb vor.

Die Jungs von RPM Choppers erfanden den „Beer Budget Bobber“

Der starre Rahmen stammte aus eigener Fertigung. In ihm fand ein ganz spezieller Motor Platz. Richie verbaute in einem New-Indian-Motorgehäuse hauptsächlich Teile der Motorenfabrik S&S.

Kräftig Vorschub

Nur die Zylinder und Köpfe blieben original. In Verbindung mit dem monströsen Luftfilter und einem Vergaser von Weber schüttelt der V2 reichlich Leistung aus den Kolben; für kräftigen Vorschub ist gesorgt. Der Fahrer jedenfalls ist gut beraten, sich am Lenker festzuhalten, wenn er mal volle Lotte am Hahn dreht.

Der knallharte Solositz ist nur etwas für ganze Kerle

Passt ebenfalls ins knallharte Bild: Der mittels Gasdruckbein gefederte Solositz besteht nur aus zwei dünnen Stahlplatten, die spartanisch mit einem Hauch von Leder überzogen sind. Nehmerqualitäten sind also vonnöten. Die sollten auch an anderen Stellen vorhanden sein.

Heiße Beine

Während auf der rechten Seite der kurze Auspuff das Hosenbein aufheizt, muss sich das andere davor hüten, vom offen laufenden Zwillings-Belt aufgeschnappt zu werden. Dessen zwei Riemen sorgen zuverlässig dafür, dass die Kraft an der Kupplung ankommt. Von dort geht’s via Rollenkette ans Hinterrad.

Fein gemacht: Die LED-Rücklichter sind in die fünfstrahligen Sterne im Fenderstrut eingelassen

Das stammt ebenso wie das vordere von „Wheels 4 Choppers“. Die Fünfspeichenfelgen verbinden die klassische Bauweise der frühen 70er-Jahre mit moderner Optik. Weitere zugekaufte Parts sind die Griffe und Armaturen von PM, die Gabel von Midwest und die hintere Bremse von V-Twin.

Keine Bremse vorn

Der Rest wurde größtenteils den reichhaltigen Lagerregalen von RPM entnommen. Vorne schlug man zwei Fliegen mit einer Klappe. Der Verzicht auf eine Vorderradbremse hilft, Kosten zu sparen und sieht gleichzeitig obercool aus.

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DM 1/26

Neckig: Krönchen auf dem Pop up-Tankdeckel

Die Krönung im wahrsten Sinne des Wortes ist der Tankverschluss in Form einer Krone. Er versinnbildlicht noch einmal den Namen des Bikes.

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CB 1/26

Technische Daten
Modell
Erbauer

Motor
Typ Indian 92 cui
Baujahr neu aufgebaut 2007
Kolben/Nockenwellen S&S
Luftfilter/Vergaser Weber
Zündung Crane High-4
Auspuff RPM Choppers
Getriebe Prowler
Primär-/Sekundärtrieb Tauer Dual-Belt/Kette
Kupplung Tauer
Fahrwerk
Rahmen RPM Custom Choppers
Lenkkopfwinkel 34°
Gabel Midwest
Rad vo./hi. Wheels 4 Choppers 21”/18”
Bremse hi. V-Twin
Zubehör
Tank-/Öltank RPM
Lenker/Riser RPM/V-Twin
Griffe/Armaturen PM
Scheinwerfer Swap Meet
Rücklicht V-Twin
Fußrasten Top Shelf/RPM
Sitz/Fender RPM

Beitrag veröffentlicht

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von

Fotos: Sedrick C. Mitchell
Fotos sind urheberrechtlich geschützt

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