Auch ohne Koffer, Topcase und Sitzheizung taugt dieser Softail Umbau zum Meilenfressen – nicht nur wegen des 1850er S&S-Triebwerks …
Wenn man bereits lange vor der Fertigstellung eines Bikes weiß, dass die erste Reise über die endlosen Schotterpisten Norwegens gehen wird, nimmt man dann nicht lieber Mattlack aus der Dose statt eines Airbrushs? Vernünftig wäre das ja, aber ein Customizer kann halt nicht aus seiner Haut. Und so entstand dieses Fahrzeug bei Speed-point quasi unter dem Zwang, es einfach nicht weniger gut zu können.
Der S&S-Langhuber wurde in ein originales Softail-Fahrwerk verpflanzt
Für solch ein Projekt sind Anbauteile gefragt, die ihre Tauglichkeit längst in der Praxis bewiesen haben; markige Werbesprüche von Anbietern helfen einem da nicht weiter. Ein 1850 ccm großer S&S-Langhuber, verpflanzt in ein originales Harley-Davidson Softail-Fahrwerk, dazu das originale H-D 5-Gang-Getriebe, das sind solche erprobten Komponenten.

Selbstredend sind in einem Bike von Speed-point auch Räder der Iserlohner Firma verbaut. In diesem Fall rotiert hinten ein 18-zölliges Rad aus der Serie „Hot Rod“, das mit der hauseigenen „Drive Side Brake“ bestückt ist. Vorne stoppen feine 6-Kolben-Zangen des französischen Spezialisten Beringer an Hot Rod-Edelstahlscheiben die Fuhre zuverlässig.
Stabiler Lastesel – Softail Umbau mit Eigenbau-Heckfender aus Stahl
Die Gabel ist ein Originalteil von Harley. Sie wurde durch einen kleineren Scheinwerfer und ein kleines Stahlschutzblech optisch schlanker gemacht. Die Reifen- und Felgen-dimensionen sind so gewählt, dass man selbst am Ende der Welt einen Plattfuß im Alleingang bewältigen könnte.

Der Benzin- und auch Öltank wurden verlängert respektive vergrößert. Da reichlich Gepäck mitgenommen werden musste, fiel die Wahl auf einen handgefertigten, besonders stabilen Hinterradkotflügel aus Stahl. Zusammen mit dem handgefertigten V2A-Gepäckträger war so genügend „Stauraum“ vorhanden, um das eigene Gepäck und sogar noch das eine oder andere Teil der Kumpels aufzunehmen.
Für Schnickschnack war kein Platz an diesem Long-Distance Softail Umbau
Ein Sitz mit echter Langzeitbequemlichkeit ist für so ein Fernreise-Bike obligatorisch. Für Schnickschnack wie Minischalter-Armaturen und kirmesmäßige Hydraulikeinheiten war kein Platz. Stattdessen sind viele Teile kunststoffbeschichtet worden und ein Schalldämpfersystem aus Edelstahl sorgt dafür, dass der „Dirt Devil“ das Nachsehen hat. Das Airbrush an dieser legalen „TÜV-Machine“ stammt von Airworxx Attack.
Info | Speed-point Motorradtechnik











