Kein Tee, kein Wasser, keine Bergamotte – aber diese Softail Cross Bones bietet Aroma pur – made by Thunderbike.
Ein Motorrad, das in Serie gefertigt wird, kann nur begrenzt den Wunsch nach Individualität erfüllen. Wer etwas wirklich Einzigartiges erschaffen möchte, der muss nicht nur dreimal kräftig in die Hände spucken, sondern auch mehr als drei graue Gehirnzellen aktivieren.
Earl Grey I entstand noch auf Intruder-Basis
Die Geschichte der hier gezeigten „Earl Grey“ nahm bereits vor einer halben Ewigkeit ihren Lauf. Eigentlich hatte sich Andreas Bergeforth, der Kopf von Thunderbike, ein ziemlich ähnliches Bike aufgebaut, mit dem er selbst die heimischen Landstraßen unsicher machen wollte. Das war allerdings lange bevor das Bar & Shield über der Eingangspforte seines Ladens prangte.

Folglich kam auch die Basis für sein erstes „Personal Bike“ aus dem Land des Lächelns. Aber bereits die damalige „Graue“ war alles andere als eine graue Maus und sorgte für reichlich Aufsehen. Um es auf den Punkt zu bringen: Andreas hatte nicht lange Freude an dem Teil, denn das Bike wurde im praktisch unter dem Hintern weggekauft.
Ein gutes Custombike braucht nicht wirklich viel, um zu überzeugen
Als Harley-Davidson Dealership mit einem umfangreichen Katalogprogramm an hausgemachten Parts und der Möglichkeit der individuellen Teilefertigung entstehen in Hamminkeln regelmäßig Custombikes, die immer wieder für Furore sorgen. Doch es ist keineswegs leicht, dem eigenen Anspruch gerecht zu werden und mit jedem Aufbau immer wieder etwas Neues zu bieten.

Zwar braucht ein gutes Custombike nicht wirklich viel, um zu überzeugen. Nur sollten die verwendeten Parts sorgfältig aufeinander abgestimmt sein und perfekt miteinander harmonieren. Wenn das Gesamtkonzept rundum stimmig ist, bedarf es nicht einmal eines aufwändigen Custompaintings, um den Betrachter zu überzeugen. Die zweite graue Eminenz ist der beste Beweis für diese These.
Eine Softail Cross Bones diente als Basis
Auf der Basis einer Cross Bones wurden verschiedene Parts und Accessories „made by Thunderbike“ ausgesucht und so lange neu kombiniert und modifiziert, bis die Linie des Bikes auch ohne bunten Lack überzeugte. In schlichtem Hellgrau sorgt das Bike für Aufmerksamkeit. Bei den Blechteilen lässt sich das noch ohne großen Aufwand realisieren.

Aber Motor, Zylinder, Primärgehäuse und Getriebe mussten in sämtliche Bestandteile zerlegt und penibel entfettet werden. Alle Dichtflächen wurden exakt abgedeckt, damit sie nach dem Pulverbeschichten absolut frei von Pulver blieben. Manchmal sind es eben die scheinbar einfachsten Dinge, die in ungeahnte Herausforderungen münden.
Softail Cross Bones als kilomterfresser
Natürlich hat auch die zweite Earl Grey direkt einen dankbaren Abnehmer gefunden, der damit schon reichlich Kilometer abgespult hat. Damit wäre der Beweis gelungen, dass weniger eben doch mehr sein kann und dass ein stilvoller Auftritt nicht von der maximal möglichen Summe feiner Customparts abhängt.
Info | thunderbike.de






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