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Salt-Flat-Racer mit Harley Einzylinder

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Der kanadische Extremcustomizer Roger Goldammer gewann mit diesem Harley Einzylinder seinen dritten Weltmeistertitel.

Roger Goldammer, bereits 2004 und 2005 „World Champion of Custombike-Building“, holte sich mit diesem sportlichen Eintopf erneut den Titel. Mit einem Bike, das zumindest auf den ersten Blick nicht ganz so spektakulär aussieht wie seine anderen Kreationen, dafür aber mit inneren Werten glänzt.

Total-Eigenbau – inklusive des Motors

Wie seine Vorgänger, ist „Goldmember“ quasi ein „Total-Eigenbau“ – inklusive des Motors. Ein würdiger Weltmeister, fanden auch die fast 100 Juroren, die sich in Sturgis aus den 68 Teilnehmern und Fachleuten aus der Custombike-Industrie zusammensetzten. 

Den Antrieb des Rotrex-Kompressors besorgt ein Zahnriemen direkt von der Kurbelwelle aus

Kernstück der „Goldmember“ ist der auf einem Harley-Triebwerk basierende Einzylinder, der satte 965 ccm Hubraum besitzt. Stoßstangengesteuert, wie bei den Big Twins von Harley üblich, wobei Roger die Nockenwelle aus zwei scharfen Nocken selbst fertigte und auf den Einzylinder anpasste. Der Kompressor wird über einen Riemen direkt von der Kurbelwelle angetrieben.

Schafft der Harley Einzylinder die 320 km/h?

Und damit es auch mit Rekorden auf dem Salzsee klappt, spendierte Roger dem Harley Einzylinder noch eine Lachgas-Einspritzung. Den Rekord in seiner Klasse hat er schon inne, jetzt ist das Ziel der „200 Miles per hour-Club“, dem alle Fahrer angehören, welche einen Lauf über 320 km/h nachweisen können. 

Der stoßstangengesteuerte Einzylinder basiert in seinen Grundzügen auf einem Harley-Motor 

Eines der wenigen Teile, die Goldammer nicht selbst fertigte, ist das Sechsganggetriebe von Baker. Geschaltet wird mit dem Pingel Electric-Shift, dass spart beim Hochschalten wertvolle Sekundenbruchteile. Das kann vor allem dann entscheidend sein, wenn man nicht die volle Streckenlänge auf den Salt Flats zur Verfügung hat.

Das Bodywork ist komplett handgedengelt

Je nach Zustand der Salzoberfläche variiert die Streckenlänge von 5 bis 11 Meilen Länge. Spektakulär auch die Radgrößen, für welche Roger eigens neue Felgen entwickelte: 19 Zoll vorne, 23 Zoll am Hinterrad bedürfen natürlich einer anderen Übersetzung als die „normalen“ Custom-Radgrößen. Fahrwerk und Rahmen sind kompletter Eigenbau, wobei besonderes Gewicht auf Stabilität gelegt wurde.

Rekord in seiner Klasse: 264 km/h schnell!

Das Bodywork und die Verkleidung sind komplett aus Aluminium gedengelt. Handarbeit vom Allerfeinsten – fanden auch die anderen Teilnehmer, die Rogers Kreation mit dem prestigeträchtigen Titel krönten. Und das völlig zu Recht!

Info | Goldhammer

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Fotos: Horst Rösler
Fotos sind urheberrechtlich geschützt

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