Yuri Shif holt uns mit diesem von einem Ultima V2 befeuerten Low Rider zurück in die Custom-Ära der frühen 2000er Jahre.
Der weißrussische Customizer Yuri Shif hat international schon ordentlich abgeräumt. Egal ob auf der World Championship in den USA, der CUSTOMBIKE-Show in Bad Salzuflen oder der Motor Bike Expo in Verona – überall sammelte er Trophäen für seine radikalen Bikes ein.
Yuri mag keine Schubladen, seine Bikes sind immer „very Special“
Der ehemalige Motorsportler Yuri baut in seiner Werkstatt in der Nähe der weißrussischen Millionenstadt Minsk aber nicht nur Motorräder mit einen bestimmten Stil, sonder wechselt munter zwischen Racer, Cruiser, Roadster, Highnecker, Trike und reinen Showbikes hin und her. BMW, Ducati, Guzzi, Triumph, Nippon-Bikes und natürlich immer wieder Harley. Die „No Jokes“, die wir hier vorstellen, hat allerdings nichts mit einem Milwaukee-Iron gemein.

Wie der Name schon verrät, ist die „No Jokes“ ein durchaus ernstzunehmendes Gerät. Die Basis bildet das gleichnamige Fahrgestell aus Yuris eigener Entwicklung. Auch Yuris Mitarbeiter kommen zum großen Teil aus dem Motorsport. Sie haben sich dort außergewöhnliche Fähigkeiten im Umgang mit Werkstoffen und technischem Equipment angeeignet. Für hohe Qualität bei der Fertigung ist also gesorgt. Um Geld zu sparen, aber auch um die Kontrolle über die Qualität zu behalten, gilt bei den weißrussischen Bike-Buildern das Motto: Je weniger Parts aus fremder Produktion kommen, umso besser.
Im Eigenbaurahmen steckt ein 1850er Ultima V2
Neben dem Fahrwerk sind deshalb auch die Gabel samt den Brücken, die luftgefederte Schwinge, die Bremsen und der Auspuff durch Handarbeit entstanden. Der Bau der kompletten Blecharbeiten, des Sitzes und des Lenkers fällt bei den Weißrussen schon unter den Begriff „Kleinigkeiten“. Zugekauft wurde nur der 1850 Kubikzentimeter große Motor von Ultima, das sechsstufige RevTech-Getriebe und die Räder von Wicked Image.

Diese Komponenten plus reichlich Eigenarbeit ergaben ein beeindruckendes Ergebnis. Selbst im westlichen Europa sind Bikes dieser Güteklasse nicht selbstverständlich. Und da es auch in Weißrussland gute Arbeit nicht umsonst gibt, hat Yuri seine Marketingaktivitäten bis ins russische Kernland ausgedehnt.
Auch in diesen Zeiten sitzt bei vielen reichen Russen das Geld noch recht locker
In Moskau sitzt das Geld bei einer gewissen Gruppe von Neureichen auch in diesen Zeiten noch recht locker. In der russischen Hauptstadt gibt es genügend gut betuchte Bike-Enthusiasten, die die Arbeit von Yuri und seinem Team honorieren können und wollen.

Schaut euch gerne mal auf seiner Website um: es ist schon der helle Wahnsinn, was da in Minsk schon auf die Räder gestellt wurde. Vom Doppelmotor-Monster „The Machine“ bis zum Biker Build-off-Winnerbike „Ducky“ kommt man aus dem Staunen kaum mehr heraus …
Info | shifcustom.com








