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Oldschool-Chopper mit Early Shovel

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Ausdauer und Beharrlichkeit zahlen sich aus, wie der Fall dieses schlichten Choppers mit Early Shovel beweist.

Man sieht es ihm nicht an, aber dieses Bike Early Shovel V2 im 57er Wishbone-Rahmen ist ein echter Scheunenfund. Zumindest hat es fast ein Jahrzehnt ein Schattendasein in einer Scheune gefristet. Der Vorbesitzer konnte sich nicht entschließen, das Bike zu verkaufen. Nach rund neun Jahren hatte Rüdiger, der Schrauber hinter diesem schlichten Chopper, den ehemaligen Owner weichgekocht. Ein verwahrloster Schrotthaufen wechselte den Besitzer. Rüdiger ist zum Glück vom Fach.

Die klassisch-schlichte Linie dieser Schönheit wird vom ewig coolen Apehanger noch unterstrichen

Er ist Besitzer einer Werkstatt mit Laden, in der vorrangig amerikanisches Eisen gewartet und restauriert wird. Doch auch Treiber anderer Marken werden nicht abgewiesen. Dreh- und Fräsarbeiten sind ebensowenig ein Problem wie das Schweißen von Metallen aller Art. Somit stand der Renovierung des Oldies nichts im Wege. Nach der Totalzerlegung kam der Grund des langen Dornröschenschlafs zum Vorschein: Das Getriebe war zerschossen.

der Early Shovel und das Getriebe wurden komplett überholt

Doch zuerst nahm sich Rüdiger des Motors an. Der Early Shovel von 1966 wurde ebenso wie das Getriebe grundüberholt. Ein neues Gehäuse beherbergt nun die handgeschalteten Innereien der Viergang-Übersetzung. Für die Primärverbindung zwischen beiden Bauteilen sorgt ein 1 1/2”-Belt. Eine Fußkupplung von Barnett sorgt für den nötigen Kraftschluß.

Prost: Schicke Verzierung an der Lenkungsdämpfereinstellung

Zuletzt kam der starre Wishbone-Rahmen an die Reihe. Frisch sandgestrahlt und mit neuem Lack überzogen, war er bereit, weitere Fahrwerkskomponenten aufzunehmen. Am Frontend führt seitdem eine Wide Glide-Gabel ein Vorderrad der Dimension 2,5 x 21” in die richtige Richtung. Hinten rotiert ein 4 x 16”-Rad. In beiden Rädern sorgen originale Trommelbremsen für mehr oder weniger starke „negative Beschleunigung“. Nach der Hochzeit von Fahrwerk und Antrieb ging es an die weitere optische Gestaltung.

Der Scheunenfund stieg wie Phönix aus der Asche

Auffälligstes Merkmal ist dabei wohl der Apehanger aus eigener Fertigung. Innenliegende Züge sorgen für eine aufgeräumte Ansicht. Der Tank einer Sporty passt sich der klassischen Linie an, der Solositz unterstreicht diese noch. Der hintere Fender, mit integriertem LED-Rücklicht schmiegt sich an den Reifen in originaler Seriengröße. Doch was sich hier so schnell liest, dauerte im wahren Leben rund drei Jahre. Der Scheunenfund stieg wie Phönix aus der Asche und hat seinen Besitzer bisher auf jeden Kilometer darin bestätigt: Ausdauer zahlt sich aus.

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DM 2/26

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Erbauer/Besitzer Rüdiger Messer

Typ Early Shovel, neu aufgebaut
Baujahr 1966
Luftfilter 7” Linkert Style
Vergaser Zenith
Auspuff 2-in-2
Getriebe 4-Gang
Primärtrieb 1 1/2” Belt
Sekundärtrieb Kette
Kupplung Barnett
Rahmen orig. Wishbone
Baujahr 1957
Gabel Wide Glide
Räder vo.: 21”, Speichen, hi.: 16”, Speichen
Reifen vo.: MH 90-21”, hi.: MT 90 B-16”
Bremsen vo./hi.: originale H-D Trommelbremsen
Tank Sportster
Öltank Horseshoe
Lenker 35 cm Ape, Eigenbau
Sitz Eigenbau
Fender hinten Eigenbau mit integr. LED-Rücklicht
Scheinwerfer 1 3/4” Bates

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Fotos: Frank Luger
Fotos sind urheberrechtlich geschützt

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