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Knucklehead Gespann – Höllenreiter

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Fred Carlsson aus dem schwedischen Gothenburg wollte mit seiner Knucklehead dem ursprünglichen Look eines Hot Rods Tribut zollen. Überflüssiger Ballast wanderte über Bord, aus dem Motor quetschte er das Maximum heraus.

Keiner weiß warum, aber die meisten Jungspunde der Custom-Szene fahren auf „Oldschool“ ab. Und mit seinen 35 Jahren gehört Fred Carlsson nun einmal zu den jüngeren Schraubern, die man auf Bikeshows und Partys zu Gesicht bekommt. Trotz seines Alters hat er bereits eine beachtliche Zahl beeindruckender Kult-Eisen auf die Räder gestellt.

Die Knucklehead musste schön laut und schnell sein

Seine erste Harley kaufte er sich mit 18. Warum genau vermag er heute nicht mehr zu erklären. „Ich war keiner von diesen Jungs, die den ganzen Tag an ihren Mopeds rumgeschraubt haben und in der Schule mit dreckigen Ölfingern rumgelaufen sind. Es war eher der Kick, den ich bei meinen Hobbys gesucht habe. Egal ob mit Musik und Design, durch Reisen oder eben V8 Karren und Motorräder!“

Den alten Knucklehead kaufte er vor zehn Jahren. Selbstverständlich sah das Bike damals noch völlig anders aus. Die Kiste war glänzend rot und erinnerte an ein Cop-Bike. Den Motor hat sich ein ortsansässiger Harley-Guru vorgeknöpft. „Ich weiß gar nicht genau, was der alles daran gedreht hat. Für mich zählt, dass der Motor schön laut und schnell ist. Der Hubraum dürfte irgendwo bei 1400 ccm liegen,“ erzählt Fred.

Das originale Harley-Boot wurde tiefergelegt

Vor einigen Jahren hatte der junge Schwede mal ein Ölfass zu einem Beiwagen umgebaut. Diesmal fand er ein originales Harley-Boot, das von Werk aus recht hoch an der Motorradflanke angeschraubt war. Erst einmal musste das Teil ordentlich tiefergelegt werden, insgesamt um die 40 Zentimeter. „Auf schlechten Straßen muss ich Unebenheiten möglichst vermeiden, sonst fliegen ordentlich die Funken,“ grinst er.

Funkensprüher: Das Harley-Boot legte Fred satte 40 Zentimeter tiefer

Während einer intensiven Schaffensphase baute Fred die alten Knucklehead radikal um. Der rostige, minimalistische Hummer-Tank nahm genau den Stil vorweg, den er beim Bau im Kopf hatte.

Knucklehead als „des Bullen Teufel“

Das passte! 16”-Räder wichen einem 19”- Hinterrad und 21”-Rädern an Heck und Seitenwagen. Beim Auspuff musste getrickst werden: Den hat er mit einem ordnungshüterfreundlichen Fußhebel ausgestattet, der durch einen unauffälligen Step den Lärmpegel dämmt.

Fred interessiert es nicht, was am Knuckle-Motor alles gemacht wurde: „Für mich zählt nur, dass er laut und schnell ist!“

Den Namen „El Diablo del Toro“ wählte Fred, weil er eine feste Vorstellung davon hat, wie der Teufel in der Hölle unterwegs sein muss. Nämlich nicht etwa auf einem gewöhnlichen Pferd, sondern auf einem muskulösen und gefährlich schnaubenden Bullen. Davon abgesehen findet er den Namen ganz einfach cool, auch wenn er übersetzt „Des Bullen Teufel“ heißt. Ob er sich da in der Übersetzung nicht ein wenig vertan hat?

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Fotos: Siwer Ohlsson
Fotos sind urheberrechtlich geschützt

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