New York Choppers war und ist ein Vorreiter der Oldschool-Welle. Doch Berührungsängste zu modernen Komponenten hatten die Großstädter nie. Scheibenbremsen? Kein Problem. Nur klein genug müssen sie sein, dann passen sie auch gut zu einem klassischen Knucklehead Chopper.
Alt aussehen? Gerne! Aber fahren müssen die Geräte heutzutage in modernem, teils hektischem Straßenverkehr. Und öltriefende Schüsseln akzeptiert der geneigte Custombike-Kunde, der in der Regel richtig große Asche für sein einmaliges Schätzchen abdrücken muß, auch nicht mehr. Deshalb vertraut Nick Genender gerne auf nagelneues Material – Hauptsache, es sieht alt aus.
Knucklehead Chopper mit zeitgemäßem Druck aus dem Keller
Der Knucklehead-Motor ist neueren Datums und stammt von Flathead Power (upper end) und S&S (lower end). Schmiedekolben, Andrews-Nocke, rotzfrech offene Flöten und stramme 1700 Kubikzentimeter sorgen für zeitgemäßen Druck aus dem Keller.

Eher schon als Selbstverständlichkeit kann man voraussetzten, daß solch ein Ofen angekickt werden kann. Auch hierfür gibt’s neuestes Material. Das Kicker-Getriebe verfügt über sechs Gänge und stammt von der derzeit wohl angesagtesten Transmissions-Schmiede Baker.
Die putzigen Mini-Bremsscheiben sind mit Zangen von Performance Machine kombiniert
Wenn’s ums Bremsen geht, kommen bei den meisten NYC-Bikes Mini-Scheibenbremsen zum Einsatz, in diesem Fall Mini-Doppelscheiben. Diese putzigen 19-Zentimeter-Teller sind mit gefrästen Zangen von Performance Machine kombiniert. Auch Rahmen, Schwinge, die Springergabel und der Öltank mit der 13 im „Schippe-Zeichen” sind Eigenentwicklungen der New Yorker.

Das schönste Detail ist neben der pittoresken Motor-/Primärtrieb-Einheit der Benzintank. Wann bitteschön sieht man an einer Harley schon mal einen Tank mit Knieschlüssen? Das i-Tüpfelchen an dem ohnehin schön geformten Tank setzt das außenliegende, durchsichtige Steigrohr, das simpel und zuverlässig über die noch vorhandene Spritmenge informiert. Die genialsten Dinge sind meist ganz einfach!









