Wolfgang Fierek, Schauspieler, Sänger, Sioux-Ehrenindianer und ehemaliger Harley Dealer, ist ein glühender Verehrer von Hot Rods. Sein eigener vierrädriger Traum basiert auf einem 32er Ford Five Window Coupé – American Graffiti lässt grüßen. Sein V-Rod Chopper steht da kaum hinten an …
Es waren die aus dem Zweiten Weltkrieg heimkehrenden Soldaten und die Söhne der US-Besserverdiener, die vor gut 60 Jahren damit begannen, alte Autos zu choppen und zu tunen. Das Rezept war so einfach wie effektiv: Man lege das Dach und am besten gleich das komplette Fahrzeug tiefer, um dem Wind weniger Angriffsfläche zu bieten, und installiere einen möglichst hubraumstarken, mit diversen Tech-Goodies nach allen Regeln der Kunst gedopten Big Block. Sinn und Zweck der Übung bestand in der Regel darin, Beschleunigungsrennen zu gewinnen.
V-Rod Chopper im Look und Style der klassischen Hot Rods
So gesehen gebührt den Hot Roddern die Ehre, Pioniere des Dragracing zu sein. Zählt man – angesichts der Tatsache, dass die V-Rod einst auf Basis von Harleys Factory-Dragrace-Bike entstand – nun 1 und 1 zusammen, so erscheint der eigenwillige Gedanke, der dem hier abgelichteten Teil zugrunde liegt, nur allzu logisch: Ein hierzulande wohl einzigartiger Chopper auf V-Rod-Basis im Look und Style der klassischen Hot Rods! Doch die Geschichte der „Hot Rod“ verlief zunächst völlig anders, als man annehmen könnte …

Unter Verwendung edelster Komponenten wurde die VRSCA zu einem echten Eyecatcher umgebaut – schließlich sollte es nicht weniger als die ultimative V-Rod werden. Fürderhin wurde das House of Flames nicht weniger als dreimal in Folge damit beauftragt, das Bike abermals mit den neuesten und edelsten Parts um- und aufzurüsten. Diverse geänderte Auspuffanlagen, Lenker, Scheinwerfer, Fahrwerkskomponenten, Heckteile und Airbox Covers später entschieden sich Customizer und Kunde schließlich dazu, eine radikal andere Richtung einzuschlagen – nämlich rückwärts, rein zeitlich gesehen, versteht sich!
Ein gewagter Apehanger – erst recht an einer V-Rod
So entstand in wiederum monatelanger Arbeit ein Fahrzeug im Look von Hot Rods der Fifties und Sixties – logischerweise gespickt mit modernster Technik. Dazu wurde zunächst den Rahmen massiv modifiziert, um Platz für den mitschwingenden Fender zu schaffen. Die Rick’s Schwinge wurde in Rahmenfarbe lackiert, und den Solo-Schwingsattel passte man dergestalt an, dass der Tank problemlos erreicht werden kann.

Ein gewagter Apehanger ergänzt die Optik der „Hot Rod“ geradezu perfekt. High-End-Parts wie die PM-Fußrastenanlage und Bremssättel, das Drive-Side-Bremssystem, der Headwinds-Scheinwerfer und das Rick’s Airbox Cover setzen dem Ganzen die Krone auf. Abschließend verlieh Knut Koschmieder dem Bike sein Lackkleid in Candy Apple Red mit matten Grautönen und weißem Pinstriping. Die ultimative V-Rod? Voilà, hier ist sie – weitere Umbauten überflüssig!












