Wie unglaublich wandlungsfähig die selige luftgekühlte Sportster-Baureihe ist, zeigt einmal mehr diese begnadete Custom-Variante von DUB Performance aus Lothringen.
Frédéric Duban (Nickname Dub) ist ein Bike-Freak mit einem sympathischen, gewinnenden Spitzbuben-Lächeln. Doch wenn es um Motorräder geht, vor allem um Umbauten, weiß er sehr genau, was er will. Und da es die meisten Teile, die ihm vorschwebten, am Markt nicht gab, fing er an, sie selbst zu stylen und zu produzieren.
Nockenwellen, Kolben und die Köpfe des Evo-Motors sind Tuningteile
Dub ist nicht festgelegt auf eine Marke. Ab und an kommt ihm schon mal auch eine Ducati oder eine Honda vor den Schraubenschlüssel, in der über-wiegenden Mehrzahl seiner Custombikes allerdings wummern Harley- oder Aftermarket-V2-Motoren.

Die hier vorgestellte „Road’ster“ zum Beispiel basiert auf einer 2003er Sportster. Der Rahmen ist ein originaler, jedoch wurde er am Heck gekürzt. Auch der Motor stammt von der Company; Nockenwellen, Kolben und die Köpfe allerdings sind Tuningteile.
Sportster Custom – Gabelbeine und das Vorderrad kommen von einer Buell X1
Die Köpfe stammen von keinem geringeren Anbieter als Edelbrock, einem Hersteller, der in der amerikanischen Tuning- und V8-Szene so bekannt ist wie bei uns der Papst. Doch es ist nicht so sehr der druckvolle Antrieb, der dieses Bike so einzigartig macht. Vielmehr sind es all die selbst gefertigten Anbauteile von Dub Performance, die den Auftritt zu etwas Besonderem machen.

An der Front erspäht der Kenner ihm irgendwie bekannte Baugruppen, nur der Kontext ist ein anderer. Tatsächlich hat Dub die Gabelbeine und das Vorderrad einer Buell X1 verwendet, die beiden auffällig geformten Gabelbrücken samt Lenker-, Instrumenten- und Lampenhalter sind aber Eigenentwicklungen. Den Tank und den Öltank fertigte der Lothringer aus Blech, die seitlichen Tankapplikationen und die wunderschöne Sitzbank nach dem Vorbild des XR 750 Flattrackers bestehen aus feiner Carbonfaser.
Eine zum Niederknien schöne Auspuffanlage
Bei der Kastenschwinge aus Aluminium griff Dub ausnahmsweise auf ein käuflich zu erwerbendes Aftermarket-Teil der britischen Firma Metmachex zurück. Dinge wie die Fußrasten/Hebel-Einheit und die Luftfiltergehäuse aber stammen wiederum aus eigener Produktion.

Den Vogel abgeschossen hat der kreative Franzose aber eindeutig mit der zum Niederknien schönen Auspuffanlage. Wer auch nur ein sprühnebelgroßes Tröpfchen Benzin im Blut hat, dem wird beim Anblick dieses endgeilen Rohrgeschlängels in Tateinheit mit dem kultigen Underseat-Topf ganz heiß im Schritt. Und weil Motorräder in erster Linie zum Fahren gebaut sind, verkniff man sich bei Dub Performance den Unsinn mit Superbreitreifen. Mit 180 Millimetern Breite stellt der Gummi genug Grip zur Verfügung, um die sportliche „Road’ster“ sicher ums Eck pfeffern zu können.
Info | dub-performance.com
















