Erst nachdem die Harley-Davidson Sportster nach einem Besitzerwechsel motorseitig aufgebrezelt wurde, verdient sie ihren Namen – Bullet.

Sean Brooks heißt der Mann aus Leesburg/Florida, dem das Bike jetzt gehört. Gebaut wurde es allerdings von Cole Rogers, der seine Custombike-Schmiede namens „138 Cycle Fabrication“ im Örtchen Lebanon in Ohio betreibt. Ursprünglich lieferte Rogers die Maschine, an der wirklich nur noch der Motor ein paar Bauteile einer Sportster trägt, als 1200er aus.

Harley-Davidson Sportster – nur noch auf dem Papier

Doch das Bike wurde des Öfteren auf Salzseen eingesetzt, so dass der Motor irgendwann ausgelutscht war. Also wurde sie auf 1400 Kubikzentimeter aufgepumpt und mit feinen Schmiedekolben von Keith Black bestückt. Andrews-Nocken, eine Dyna-Zündung und ein neu bedüster Vergaser sorgen in Verbindung mit offenen Flammrohren für einen Vortrieb, der den Namen „Bullet“ endlich rechtfertigt.

Das Bike wurde des Öfteren auf Salzseen eingesetzt, so dass der Motor irgendwann ausgelutscht war

Der Erbauer Rogers griff beim Starrrahmen auf die bewährte Drop-Seat-Version von Twisted Choppers zurück. Alles andere baute er selbst. Tank und Öltank, die Fender, der Sitz, die Fußrasten, der Auspuff, Lenker und Griffe, das alles stammt aus dem eigenen Portfolio von Cole Rogers. Auch die Girder-Gabel mit immerhin 125 Millimetern Federweg baut er selbst, sie ist das eigentliche Prachtstück an dieser maximal abgespeckten „Sportster“.

1400 Kubik, 160 Kilo – Der Ritt auf der Kanonenkugel

„Ich weiß, sie sieht nicht danach aus, aber sie fährt sich wegen des ganz ordentlich gefederten Frontends wirklich erstaunlich manierlich“, versichert uns der jetzige Besitzer Sean. „Allerdings fühlt sich jeder Ritt aufgrund der Power, die jetzt im Motor steckt, an wie ein Ritt auf der Kanonenkugel. Kein Wunder bei gerade mal 160 Kilo Fahrzeuggewicht. Es geht halt nichts über ein phänomenal gutes Leistungsgewicht“, freut sich der Mann aus Leesburg. Dem ist nichts hinzuzufügen.

 

 

Info | 138cyclefabrication.com