Das „G“ im GS steht für Gelände, das „S“ in  diesem Fall für Straße. In den 60er Jahren  hieß solch ein leicht geländetaugliches Fahrzeugkonzept „Scrambler“, Anfang bis Mitte der 70er kam dann die Gattungsbezeichnung Enduro“ auf. Hier zeigt uns USM aus Langenhagen, wie man aus einer simplen Sporty 1200 XL einen schicken Geländegänger macht.

Das Bike wurde aus einer Kundenidee heraus geboren. Es sollte etwas für jeden Tag werden, etwas, was nicht immer glänzen muss und auch nicht ständig geputzt werden will“, informiert uns USM-Chef Claus Günther über die Initialzündung für das Bike.

Harley-Davidson Sportster 1200 XL

Die ersten Entwürfe sahen noch käuflich zu erwerbende Kunststoffkotflügel aus dem Motocross-Bereich vor, doch je länger sich die USM-Jungs mit der Thematik beschäftigten, desto klarer wurde, es sollte doch etwas Individuelleres werden. Also schmökerten sie in alten Magazinen, mit dem Ergebnis, dass sie sich gegen den ersten Wunsch des Kunden entschieden. Was den USM’ lern vorschwebte, war eine luftig leichte Gelände-Harley mit dem Flair der 70er Jahre.

Der Kunde wollte ein Alltagsbike, das nicht immer geputzt werden muss

Dann ging es ans Eingemachte: Weil sich die Jungs entschieden hatten, halbwegs filigrane Schutzbleche aus Stahlblech zu verbauen, musste eine Lösung gegen die zu erwartenden Vibrationsschäden her. Also fertigten die Langenhagener für den Front- und Heckfender wunderhübsche, grazile Halter aus dünnem Stahlrundrohr an, die mit Augen für die Aufnahme von Gummibuchsen versehen sind.

1200 XL – Good Vibrations

Jetzt kann der Stößelstangen-V2 vibrieren, wie er will, die Fender mit der stylischen Mittelsicke ficht das nicht mehr an. Und weil an eine Enduro ein hochgelegter Auspuff gehört, fertigten die Niedersachsen eine knappe, eng anliegende Krümmeranlage an, die mit einem Endtopf von Akrapovic komplettiert wurde.

Klasse Lösung, liebevoll ausgeführt: Die Fenderhalter sind aus dünnem Stahlrohr hergestellt und halten das Schutzblech in Gummilagern

Die Showa-Gabel wurde mittels längerer Standrohre auf geländetaugliches Niveau gebracht, das Heck stützt sich auf längere Federbeine von Progressive Suspension. Der Benzintank stammt in der Basis von Cole Foster, allerdings wurde dieser nochmals modifiziert und verlängert.

Auch von der Biltwell-Sitzbank blieb nur die Trägergrundplatte übrig

Auch von der Biltwell-Sitzbank blieb nur die Trägergrundplatte übrig, Polster und Bezug wurden auf die Ergonomie und die Komfortbedürfnisse von Kunde Michael abgestimmt.

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