Die Harley-Davidson Softail ist stets eine dankbare Basis, wenn es darum geht, einem Custombike einen völlig anderen Charakter zu verleihen.

Das wissen auch die Jungs von Shaw Speed & Custom im südenglischen Holmes Hill/East Sussex. Ähnlich wie bei den Sportstern, für die es unendlich viel „Garderobe“ auf dem Aftermarket gibt, findet man auch für die Softails eine Unmenge an Möglichkeiten der Individualisierung.

Die Räder von Papa Sands, die Motordeckel von Sohn Roland

Andere Gabeln, andere Tanks, schmale oder breite Hinterreifen, hohe oder niedrige, breite oder schmale Lenker, verschiedenste Sitze, all das beeinflusst die Erscheinungsweise des Bikes ungemein.

Harley-Davidson Softail Slim

Die hier gezeigte „Zenith“ ist eine Kreation von Shaw Speed & Custom. Was die Optik angeht, nimmt das Motorrad zwar durchaus Anleihen an ein vorheriges Projekt des Hauses namens „JPS“, der Erbauer, Shaw-Mann Neil Sefton, hat es aber dennoch geschafft, der Zenith Eigenständigkeit einzuhauchen.

Ein bisschen klein, aber schick, der Luftfilter

Die Basis für den Umbau war eine Slim des Baujahres 2013. Die wichtigsten technischen Änderungen am Chassis waren das Adaptieren eines Springer-Frontends und die Umrüstung auf eine Einarmschwinge. Die Räder wurden durch solche von Performance Machine ersetzt, die in dem gleichen Goldton anodisiert wurden wie die vielen Motorendeckel von Roland Sands. Riesige Bremsscheiben und Bremssättel von Performance Machine bringen das Biest zum Stehen.

Beweis für die große Bandbreite der Harley-Davidson Softail

Der Rahmen wurde an allen Schweißnähten sauber verputzt, nicht mehr benötigte Bügel entfernt und ein neuer Sitzrahmenaufbau für eine „freischwebende“ Sitzoptik gebaut. Der Tank wurde durch eine gestreckte Version ersetzt. Und auch der weit geschwungene Lenker ist eine Eigenproduktion, die den Fahrer in eine recht versammelte Sitzposition zwingt.

„Heathen“ heißen die filigranen, CNC-gefrästen, ultraschicken Räder von Performance Machine

Ein neuer Öltank und stahlummantelte Ölleitungen sorgen für einen cleanen Look rund um den durch allerlei CNC-Zierdeckel aufgehübschten Twin Cam. Wer auf diesen Auspuff schaut, weiß sofort, dass hier Handarbeit im Spiel war. Insgesamt ist die „Zenith“ ein rollender Beweis dafür, wie unterschiedlich sich Softails umbauen lassen.

 

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