Die Abkürzung „GT“ stammt zwar aus dem Automobilbereich, sie beschreibt aber trotzdem ausgezeichnet die Art und Weise, wie der Vertragshändler Würzburg Village die Harley-Davidson Softail Breakout umbaut.

GT , also Gran Turismo, ist italienisch und heißt übersetzt eigentlich „große Fahrt“. Bereits in den 50er-Jahren bauten Ferrari und Maserati in den ein oder anderen reinrassigen Sportwagen ein wenig Komfort ein, sodass man mit diesen verkappten Rennautos bei Bedarf auch auf „große Fahrt“ gehen konnte. Seither benennen Autofirmen gerne angeschärfte Versionen ihrer Serienableger mit dem Zusatz GT, um eine Assoziation zu deren Sportlichkeit zu schaffen.

Tief, rassig, schnell: die GT kommt mit scharfen Kurven und einer stimmigen Linie daher – absolut gelungen

In etwa das hatten auch die Würzburger Customizer im Sinn, als sie sich entschlossen, für Harleys Softail Breakout einen optischen Umbau zu entwickeln, der das Bike deutlicher in Richtung Rasanz pusht, als dies das Serienmodell vermag.

Serienmäßig eher brav

Ohne Zweifel ist das Serien-Bike ein hübsches Teil, kommt aber trotz seines ellenlangen Radstands eher etwas brav daher. Das ist unter anderem der Tatsache geschuldet, dass die Designer in Milwaukee der Breakout exakt den gleichen kleinen Tank verordneten, den auch das deutlich zierlichere Softail-Einstiegsmodell Street Bob trägt.

Die Lampenmaske ist eine Eigen­anfertigung. Die kohlen­­stoffbeschichteten Standrohre ergänzen den sportlichen Look in Schwarz-Silber

Deshalb war es eine der ersten Maßnahmen von Customizer Miroslaw Koslowicz aka Miro, der geplanten GT-Breakout von Würzburg-Village einen breiteren und längeren Tank zu verpassen. Miro ist ein wahrer Maniak, wenn es um Blechbearbeitung geht, und deshalb versteht es sich von selbst, dass sämtliche Lackteile wie der gestretchte Tank, die beiden wunderbar knappen Fender, die formschöne Lampenmaske und auch der schlanke Bugspoiler in der hauseigenen Werkstatt aus Metall handgefertigt wurden.

Harley-Davidson Softail Breakout

Zum GT-Charakter passen auch die originalen Harley-Davidson-Räder vom Typ „Turbine“, die aber von den Würzburgern eine Contrast-Cut-Optik bekommen haben. Ebenfalls ein Muss ist beim Thema GT einen Tieferlegung des Chassis.

Selbst die Fußraste ist stylisch gebrandet

Um dies zu erreichen, griffen die Würzburger auf einen Tieferlegungs-Kit von Müller zurück. Ein kleines, aber sehr feines Detail sind die kohlenstoffbeschichteten Standrohre, die den schwarz-silbernen Look des ganzen Bike perfekt vervollständigen.

Harley-Davidson Softail Breakout – ordentlich angespitzt

Überhaupt hat das fränkische Team bei seiner GT eine Menge Feinarbeit geleistet, die man nicht auf Anhieb sieht. Der ohnehin schon ab Werk attraktiv gezeichnete Milwaukee-Eight-Motor wurde durch geschickte Farbgebung weiter aufgehübscht und natürlich musste auch – nomen est omen – mehr Leistung in das Triebwerk. Ist ja schließlich ein GT!

Feinarbeit im Detail: Der Motor bekam nicht nur mehr Leistung, sondern auch neue Farbe

Die kurzen, knackigen Auspufftüten, der Wildledersitz mit Rautenmuster und die dezenten Rallye-Streifen komplettieren das Styling der Breakout zu einem äußerst stimmigen Gesamtbild. Geiles Bike, haben wollen!

 

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