Harley-Davidson Aachen hat mit dem Umbau dieser Softail Night Train einen blitzsauberen Cruiser auf die Räder gestellt.
Seit 25 Jahren gibt es Harley-Davidson Aachen. Der Vertragshändler ist ein Tochterunternehmen von Kohl Automobile, unter deren Flagge noch diverse Autohäuser und eine Händlerschaft für BMW Motorräder läuft. Zum Firmenportfolio gehört auch die Tuningschmiede AC Schnitzer, die Ende des Jahres nach fast vier erfolgreichen Jahrzehnten den Betrieb einstellen wird. Harley-Händler wird man aber bleiben und sicher auch in Zukunft hübsche Custombikes wie diesen Umbau auf Basis einer Softail Night Train auf die Räder stellen.

Der Plan für die Night Train war klar: Schwarz, böse, aber vor allem fahrbar sollte das Bike werden, trotzdem aber auch einen edlen Charakter haben. Kein überladenes Showbike sollte es sein, das war den Aachenern sehr wichtig.
Für den Umbau wurde die Softail Night Train erstmal komplett zerlegt
Und so wurde die Softail erstmal komplett zerlegt. Übrig blieb nur der Rahmen und die Antriebseinheit. Bei der Schwinge, der Fußrastenanlage, den Handarmaturen, dem Coil Cover, dem Luftfilter und den Spiegeln entschlossen sich die Schrauber für die Rebuffini 3D-Serie, da diese dem Motorrad den edlen Charakter geben sollten. Die Gabel stammt aus dem Programm von CCE. Die einstellbare, 58 mm dicke Marzocchi „Regency“-Gabel sollte es sein.

Doch auch die Tatsache, dass es diese Gabel nur in Chrom zu bestellen gab, sollte kein Hindernis sein. Kurzerhand wurde sie zerlegt und mit etlichen anderen Kleinteilen zum Kunststoffbeschichten gebracht. Die Leonberger Firma Lightcon lieferte die Räder mit den dazugehörigen Bremsscheiben und dem passenden Pulley.
Geringes Gewicht bedeutet auch geringe Kreiselkräfte, deshalb gab’s die Lightcon-Felgen
Man wählte die dreispeichigen Lightcons auch, weil diese Räder durch ihr geringes Gewicht einen positiven Beitrag zur Fahrbarkeit leisten. Beim Thema Fahrbarkeit sollte natürlich auch eine Luftfederung mit von der Partie sein. Cytec bot das geeignete System an.

Dann waren Tank und Fender an der Reihe. Letztere kommen von ZCB Products, mit deren Produkten man schon gute Erfahrungen ngesammelt hatte. Der Tank wurde bei Zodiac geordert, bearbeitet, umgeschweißt und wegen der klaren Linie mit einem Pop-up-Deckel versehen.
Die Umbaumaßnahmen am Twin Cam sind eher kosmetischer Natur
Jetzt war das Herzstück, der Motor, an der Reihe. Die Serien-Rockerboxen wurden durch John Reeds Sculpted Rockerboxen ersetzt, die Stößelcover sind Ness Fat Rods. Luftfilter und Zündspulenabdeckungen kommen von Rebuffini. Alles in allem also eher kosmetische Maßnahmen, auch wenn der Twin Cam dank des frei atmenden Luftfilters und der klangstarken BSL-Tüten sicher noch den ein oder anderen Gaul mehr freisetzt, als im Serientrimm.

Auf der Zielgeraden angelangt fehlte nur noch die Farbe des Bikes. „Schwarz war uns zu einfach“, erzählt uns das Aachener Umbauteam und entschloss sich für die Farbe Black Cherry Pearl, was sich für den Fotografen später als Albtraum herausstellen sollte.
Black Cheery Pearl ist nicht einfach nur ein Schwarz, fragt mal den Fotografen …
Horst Rösler hatte es anfangs des Fotoshootings nicht leicht, was er auch mit einem gefluchten „Das gibt’s doch gar nicht“ kundtat. Diese Farbe in Verbindung mit den schwarzen Komponenten wirkte auf den ersten Bildern immer schwarz. Auch der Schriftzug ist nur bei Sonnenlicht oder direkter Lichteinstrahlung zu sehen. Dann allerdings ist der Lack ein absoluter Kracher. Alles in allem besticht dieses Motorrad durch seine unauffällige, saubere und aufgeräumte Linie.
Info | hd-kohl.de












