Nachdem die Berliner Firma HeinzBikes ihre selbst entwickelten Bagger-Teile zunächst auf Messen nur lose, sprich unangebaut präsentiert hatte, switchte man um und baute diesen Promo-Bagger auf Basis einer Harley-Davidson Road King Special.

Die Planungen für diesen Umbau begannen bereits im Frühjahr 2018. Das Lackdesign schwebte Firmenchef Marc Schaumburg schon von Anfang an vor Augen, das vorrangige Ziel bei der Projektplanung hieß, einen gut fahrbaren Bagger mit maximaler Optik auf die Räder zu stellen.

Harley-Davidson Road King Special

Als Basis für das Projekt wählte das Berliner Team eine Road King Special der aktuellen Serie, somit war das sehr gut funktionierende Integralbremssystem und der drehmomentstarke Milwaukee-Eight-Motor schon mal an Bord; beste Voraussetzungen also! Die Road King wurde komplett gestrippt, bis auf Rahmen und Motor stand anfangs nicht mehr viel auf der Hebe-bühne.

HeinzBikes Custom Dash Board 6G

Der Aufbau mit Teilen aus der aktuellen HeinzBikes-Kollektion konnte beginnen. Um baggermäßig „up to date“ zu sein, musste natürlich ein riesiges Vorderrad her. Man entschied sich für ein 26-Zoll-Frontend, das, wie wir aus unserem Redaktionsalltag wissen, kombiniert mit einem Short-Neck-Lenkkopf von HHI, nach einer Eingewöhnungszeit sehr ordentlich fahrbar ist. Hinten beließen es die Berliner bei dem serienmäßigen 18-Zoll-Rad im „Turbine“-Stil. Damit war das Rolling Chassis fertig, nun konnte es ans Eingemachte gehen, nämlich an die HeinzBikes-Teile.

Die Gabel-Cover von Arlen Ness passen hervorragend zum Luftfiltergehäuse

Fast alles Lackteile von HeinzBikes

Annähernd alle sichtbaren, flächigen Lackteile stammen von HeinzBikes, angefangen bei dem das Vorderrad sehr weitflächig umschließenden Frontfender. Es folgt der „Edgy“ genannte Bugspoiler und das extrem lang gezogene Tankcover, unter dem das originale Blechspritfass der Road King steckt. Die Sicken in den Tankflanken wurden geschickt mit schwarzroten Zierlinien hervorgehoben. Auch die voluminösen Seitenteile sind mit ihren konkav gestylten Innenfläche sehr dreidimensional gestaltet, was in Verbindung mit dem entsprechenden Farbschema die vorhandene „Flächigkeit“ optisch stark abmildert.

Einen „atemberaubenden Hintern“ nennt Marc Schaumburg das Heck. So ganz unrecht hat er nicht. Das Bar-and-Shield-Logo ist übrigens das Rücklicht

Weiter geht es mit dem Heck: HeinzBikes-Chef Marc Schaumburg schwärmt in diesem Zusammenhang von einem „atemberaubenden Hintern“. Nun, wir wissen zwar, was er meint, unsere Vorlieben bezüglich atemberaubender Hintern sind da aber eindeutig anders gelagert. Gleichwohl: Das Heck mit den gestretchten Koffern und dem eingepassten Heckfender wirkt ebenso stämmig wie stimmig. „Die Flanken der Koffer sind angeschrägt, um eine akzeptable Kurvenfreiheit beziehungsweise Schräglage zu ermöglichen“, so Marc Schaumburg.

Typisches HeinzBikes-Teil: Der Armaturenblinker trägt nur minimal auf und verblüfft mit furioser Leuchtkraft

Harley-Davidson Road King – so stämmig wie stimmig

Dazu gesellen sich viele Details wie der V-Line-Bar-Lenker, der passend angefertigte Solositz mit unsichtbarer Click-Fixierung, etliche Edge-Cut-Parts und ein offener Luftfilter samt Zubehörauspuff, deren Performance natürlich mittels Neu-Mapping abgestimmt wurde. Und selbstredend dürfen die hauseigenen LED-Armaturen-Blinker, die sich nahezu unsichtbar ins Design einbinden, an diesem Bike nicht fehlen.

„Deep Cut Inverted Series“ heißt der Luftfilter aus dem Lieferprogramm von Arlen Ness

 

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