Wir wissen nicht, was die Jungs da für eine Luft atmen, aber es ist schon erstaunlich, zu welcher Anhäufung von Custombike-Prominenz es im Innviertel im Bundesland Oberösterreich kommt.

Peter Penzenstadler hat in Altheim seine Werkstatt, nicht weit davon entfernt im Ort Ried im Innkreis betreibt Marcus Pfeil seinen Lackierer. Aus diesem Umfeld kommt die krasse Harley-Davidson Night-Train Lowbobber. Wir sind begeistert. Mal wieder.

Feinste Zubehörteile von namhaften Herstellern treffen an diesem Bike auf etliche eigene Produkte von Mr. Bobber

Und im 1100-Einwohner-Städtchen Schildorn schraubt seit ein paar Jahren Dietmar Reiter alias Mr. Bobber nicht allzu überkandidelte, eher vernünftige Custombikes zusammen. Das tut er zu Hause in einer Garage, ein Ladenlokal gibt es noch nicht.

Von der Night Train zum Lowbobber

Und weil er schon lange davon träumte, bei der Bikeshow der Biker Mania in Saalbach-Hinterglemm ein ersten Platz zu machen, musste eine Night Train dran glauben. Superflach sollte das Bike werden, nicht umsonst trägt es den Namen „Lowbobber“.

Hier macht der gefederte Sattel durchaus Sinn, da der Federweg durch die extreme Tieferlegung gegen null tendiert

Nach von fünf Monaten Umbauzeit stand die Ex-Night-Train flach wie eine Flunder auf 16-zölligen Ballonreifen, und mit dem Pokal in Hinterglemm hat es auch geklappt.

Weniger Federweg und man hat einen Starrahmen

Um das Bike so tief geduckt hinzubekommen, orderte Dietmar bei W&W die kürzeste Springergabel, die es am Markt gibt. Doch selbst die war ihm noch zu lang, also kürzte er sie nochmals um 25 Millimeter ein. Hinten benutzte er ein Tieferlegungssystem von Arlen Ness, das das Chassis um unglaubliche 50 Millimeter nach unten setzt. Der Restfederweg beträgt jetzt gerade mal noch 20 Millimeter; noch ein bisschen weniger und man könnte glatt von einem Starrrahmen reden.

Mr. Bobber holte sich unterstützung bei Österreichs Custom-Elite

Der Tank von Cole Foster musste wegen der elektrischen Einspritzung des Twin Cam 88B umgebaut werden, Mr. Bobber schweißte von unten die Benzinpumpe einer Sportster ein.

Sonderanfertigungen wohin man blickt

Beim Heckfender kam dann Innviertel-Kumpel Peter Penzenstadler ins Spiel. Das Schutzblech ist eine Sonderanfertigung, um eine möglichst enge Passung am Reifen zu erzielen. Auch die Auspuffanlage mit einem speziellen Endstück stammt aus Oberösterreich, die Firma BSL hat ihren Sitz in Oberösterreichs Landeshauptstadt Linz im sogenannten Zentralraum.

Dietmar Reiter alias Mr. Bobber schraubt nicht allzu überkandidelte Custombikes zusammen – wir findens geil

Um ein ovales Design zu bekommen, wurde das Endstück aus zwei Rohrbögen gefertigt, die mittig aufgeschnitten und wieder über einen Halbmond verschweißt wurden.

Leckerlis und stimmiger Look

Der offene Primär stammt von BDL. Beim Sekundärtrieb entschied sich Dietmar für eine schlanke Rollenkette. Die Speichenräder mit schwarzen Felgen und Naben lieferte T.T.S., Leckerlis wie Müllers versteckter Gasgriff und K-Tech-Armaturen komplettieren den stimmigen Look.

Dank Sonderanfertigung von „Penz“ schmiegt sich der Fender eng über den Reifen

Doch halt, da war doch noch was. Natürlich, der Lack! Raten Sie mal, wer den aufgetragen hat. Keine 10 Kilometer ist Dietmars Heimatort Schildorn von Ried im Innkreis entfernt, wo Marcus Pfeil der hohen Kunst des Lack- und Airbrush-Artisten frönt.    

Auffi zum Selberschrauben

Sämtliche Halter und Abdeckungen für Blinker, Sattel, Tacho, Kennzeichen, Lampe, Fender, Primär und etliches mehr sind Eigenbauten von Mr. Bobber. Und hier die gute Nachricht für alle Selberschrauber: Diese Sachen können von jedermann im Bobber Custom Onlineshop des Schildorners käuflich erworben werden. Auffi geht’s …

 

www.dream-machines.de