Eine Harley-Davidson Night Train diente als Basis für dieses Custom-Projekt, das im „Sternzeichen“ des achtbeinigen Pferds „Sleipnir“ erschaffen wurde.
Ein ganz besonderes Reittier kann nur einer ziemlich besonderen Person gehören. In unserem Fall hört das gute Tier auf den Namen „Sleipnir“, zu deutsch „der Dahingleitende“ – und zählt zum Besitz von Uli aus der Reckenhöhle.

Seinen Namen verdankt Sleipnir einem Pferd mit nicht weniger als acht Beinen, das der Legende nach zu Lande, zu Wasser und in der Luft unterwegs gewesen sein soll. Sleipnir hieß der Hengst des nordischen Chefgottes Odin. Dessen Lieblingsreittier – gern im Zusammenhang mit ekstatischem Erleben erwähnt – gilt als das Schamanenross schlechthin.
Harley-Davidson Night Train als Basis für das Custom-Projekt
Bei Bedarf soll es Odin nicht nur rund um den Erdball, sondern sogar in die Unterwelt getragen haben. Doch dorthin will Uli sicher längst noch nicht – schließlich macht „sein Dahingleitender“ im Diesseits viel zu viel Spaß. Ursprünglich hörte Sleipnir auf den Namen Night Train.

In sechs Monaten verwandelten die erfahrenen Customizer von Harley-Davidson Pfeiffer in Kamen die Serien-Harley in einen amtlichen Göttertransporter. Die Idee und das Design stammen von Besitzer Ulrich Vanselow, der ein Motorradhotel im Sauerland betreibt (haus-recke.de). Und weil die Götter bekanntlich auf Kraft und Herrlichkeit abfahren, erfuhr der Twin Cam 88 zunächst ein Screamin’ Eagle Doping.
der Twin Cam 88 Wurde mit Screamin’ Eagle-Parts zum Twin Cam 103 aufgerüstet
Das Herz wurde auf 1690 Kubikzentimeter aufgestockt und mit den entsprechenden Zylindern, Köpfen, Kolben und Stößeln sowie mit der passenden Kurbelwelle, der geziemenden Motorsteuerung, einem atmungsaktiven Luftfilter und dem edlen Shotgun Exhaust versehen. Die fünfstufige Gearbox beließ Pfeiffer original, während man unter Mitwirkung von U-Station am Chassis Hand anlegte. Vorne arbeitet nun eine originale Springer-Gabel, die ein 21-Zoll-Rad mit Edelstahlspeichen und schwarzen Felgen führt.

Am Heck rotiert ein 17 Zoll großes U-Station Speichenrad mit 200er Reifen. U-Station und Performance Machine sorgen für die standesgemäße Verzögerung der göttlichen Fuhre. Zu den vielen angefertigten Parts made by Pfeiffer zählen der Frontfender und sein mitschwingendes Pendant am Heck sowie die als Hommage an Billy Lane gestylte Sissybar.
Die Lackierung ließen die Kamener von Masterpainter Ingo Kruse umsetzen
Altmeister Müller schuf auf einer Rick’s Basis den bequemen Sitz, und den Lenker steuerte V-Team bei – nach hauseigenen Pfeifferschen Zeichnungen! Etliche Bauteile, wie etwa die stilvollen Griffe und Rasten, entnahm das Team von Pfeiffer dem großen Zubehörsortiment von Harley. Die Lackierung ließen die Kamener von Masterpainter Ingo Kruse umsetzen.

Logisch, dass dabei kein anderes Motiv als ein stolzes Ross in Frage kam. Zwar verfügt der Pfeiffersche Sleipnir anstelle der acht Beine seines sagenhaften Vorbilds „nur“ über zwei Räder, doch sein Besitzer Uli dürfte sich eindeutig wie der Hauptgott höchstselbst vorkommen, wenn er des Morgens auf diesem coolen Teil gen Horizont aufbricht. Wer es ihm gleichtun will, wendet sich einfach an Harley-Davidson Pfeiffer, schließlich hält die nordische Mythologie noch etliche faszinierende Themen für Custombikes bereit.
Info | hd-pfeiffer.de












