Da war er, dieser Sound, der schon von Weitem zu hören war, damals, im Jahr 1994. Irgendwo hinter den Häusern ballerte ein Bekannter von Thomas mit seiner Knucklehead entlang. Dieses Bike mußte er haben und einen astreinen Oldschool Chopper daraus machen!
Doch ein Verkauf kam für den Besitzer eigentlich gar nicht in Frage. Irgendwann hat die altbewährte „Überrumpelungstaktik“ mit reichlich Barem in der Tasche und einem Pickup vor der Tür dann doch gefruchtet. Und so wechselte das Objekt seiner Begierde viele Jahre später den Besitzer. Thomas Burde, der seine Old Lady nun endlich hatte, tobte sich erst mal auf ihr aus und fuhr über tausend Kilometer von Ulm nach Saalbach-Hinterglemm und zurück.
Ein Oldschool Chopper sollte es sein!
Die Feuertaufe war damit bestanden, der Motor hielt, was der Vorbesitzer und der erste Eindruck versprochen hatten. Nun ging es an den Umbau. In zahllosen Träumen zeigte sich das Bike Thomas schon im fertigen Zustand – ein Oldschool Chopper sollte es sein.

Doch bis die Lady endlich in diesem Zustand erstrahlte, vergingen etliche weitere Jahre. Oberstes Motto war: Bloß keine Hektik. Da Thomas selbst als Meister bei einem Harley-Händler arbeitet, wusste er, dass solch ein Projekt nicht auf die Schnelle zu realisieren ist. Nur Teile vom Feinsten sollten verbaut werden, Zeit spielte dabei keine große Rolle.
Ein komplettes Jahr war der Knucklehead-V2 bei Motorenguru Bernd Kramer
Zuerst wurde das Bike fein säuberlich zerlegt und der Knucklehead zur Revision zum Milwaukee Iron Shop geschickt. Ein komplettes Jahr ließ Thomas das Aggregat bei Motorenguru Bernd Kramer, um das Herz der alten Lady auf den neuesten Stand bringen zu lassen – es hat sich gelohnt – it’s a perfect runner! Bodywork, Blecharbeiten, Tankverlängerung und etliche Details wurden vom Eigner selbst angefertigt, denn Parts von der Stange sind nicht sein Ding.

Selbst beim Tank-Dash wurden eigene Kreativität und viel Fingerspitzengefühl eingesetzt. Teile wie das Caddy-Rücklicht wurden direkt aus den USA bestellt und für die Knuckle überarbeitet. Sämtliche Polierarbeiten wurden von eigener Hand in etlichen Nachtschichten durchgeführt und dann zum Chrome-Finish zu Kiesling gebracht – ein Top-Ergebnis mit langer Haltbarkeit.
Das alte Walz-Hardcore-Logo wird nun mit Füßen getreten
Berthold, der normalerweise die Ingenieursarbeiten bei HPU erledigt, kümmerte sich um einige Elemente wie zum Beispiel die Halterungen für die Lichter und das Nummernschild. Wegen der Footpegs rief Thomas seinen Kollegen Marcus Walz an, da er dessen altes Hardcore-Logo in die Trittbretter fräsen wollte. Marcus stimmte zu und so wird das Walz-Emblem nun mit Füßen getreten.

Die Flammenlackierung übernahm Pfeil-Design aus Österreich, denn Thomas ließ nur Profis bei den notwendigen Fremdarbeiten an sein Bike heran, genau wie bei den Leder- und Punzierarbeiten. Diese besorgte Custom Leather in bewährter Qualität und Ausführung. Uns so steht am Ende ein Oldschool Chopper wie aus dem Bilderbuch vor uns – alles richtig gemacht, Thomas!














Wow, mir fehlen die Worte