Die Shop-Chefs von DP Customs sind mit Haut und Haaren dem Rennsport verfallen. Umso akribischer waren sie deshalb beim Bau dieser Maschine für den Rennfahrer Perry Mele. Für ihn sollte die Harley-Davidson Ironhead XL besonders perfekt werden …

Der ehrwürdige Ironhead-Motor wurde komplett revidiert

Egal, ob Formel 1, Nascar oder MotoGP, bei allen Rennveranstaltungen, an denen hart am Gas gezogen wird, sitzt das komplette Team von DP Customs gebannt vor dem Fernseher. An solch einem Tag – alle jagten im Geiste gerade wahnsinnigen Rundenzeiten hinterher – klingelte das Telefon.

Am Telefon war Perry Mele

Als Shop-Eigner Jarrod sich endlich ungern vom Fernseher losriss, staunte er nicht schlecht, wen er am anderen Ende an der Leitung hatte. Perry Mele ist ein in Amerika wohlbekannter Pilot, der dort in der Formel-Serie „Pro Mazda“ mitfährt. Nebenbei ist er der Rundenrekordhalter in der Motorsport Ranch in Tuscon/Arizona.

Den Tank ziert der Name des Besitzers

Und genau dieser Mann wollte von den DP-Jungs ein Bike gebaut haben. Cool sollte es aussehen, aber an allererster Stelle sollte es sich gut fahren lassen. Mele äußerte keine besonderen Wünsche hinsichtlich der Optik, lediglich Orange sollte als Farbe mit im Spiel sein. Nach dem Telefonat war Jarrod klar: Das war ein richtig interessanter, aber auch anspruchsvoller Auftrag.

Wie es sich für ein Rennfahrerbike gehört, sorgt eine Doppelscheibenanlage für gute Verzögerungswerte

Harley-Davidson Ironhead XL

Weil Perry Mele für einen Rennfahrer ziemlich groß ist, entschieden sich die Gebrüder Del Prado (Jarrod betreibt seine Manufaktur zusammen mit seinem Bruder Justin), den Starrrahmen um zwei Zoll zu verlängern. Diese Maßnahme und ein tief angebrachter Lenker bringen für die langen Arme von Kunde Perry die richtige Sitzhaltung.

Die zwei Gasdruckdämpfer unter dem Sitz bringen ein bisschen Komfort

Den Öltank in der Form eines Bootsfenders platzierte das Team von DP Customs senkrecht unter den Sitz. Der Rahmen bekam, wie das Ölfass auch, eine chromähnliche, silberfarbene Pulverbeschichtung, die sich hervorragend vom orangefarbenen Tank abhebt. Den Felgen spendierte man eine weiße Pulverschicht und Pirelli Sport Demons.

Schlanke Reifen sorgen für gute Handlichkeit

Der Spoiler bringt´s

Auf das Schutzblechende am Heck pflanzten die Jungs einen kecken Spoiler, um ein bisschen Racing-Look zu erzeugen. Später stellte Perry sein Bike just for fun einmal in den Windkanal seines Rennteams und es stellte sich heraus, dass das Motorrad bei 130 Sachen messbar mehr Anpressdruck am Hinterrad hatte als ohne den Minispoiler. Damit hatte bei den Del Prados wirklich keiner gerechnet.

Kaum zu glauben, aber der Spoiler verpasst dem Hinterrad laut Windkanalmessung tatsächlich mehr Grip

Der ehrwürdige Ironhead-Motor wurde komplett revidiert. Mit speziellen Nockenwellen, optimierten Zylinderköpfen, einem modernen Mikuni-Vergaser sowie abgasstromfreundlichen Auspuffanlage leistet er nun 75 PS. Perry Mele ist begeistert von seiner Sporty.

Was will man mehr?

Für Perry Mele sollte das Bike perfekt werden

Das schlanke Gerät zieht wie Hölle, ankert aufgrund des geringen Gewichts sehr ordentlich und ist dank der schmal gehaltenen, sportlichen Pirellis handlich wie ein Fahrrad. Hinzu kommt der abgefahrene Sound aus den nahezu ungedämpften Flammrohren … V2-Maniac, was willst Du mehr?

 

 

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