Harley-Davidson hat eine neue Softail im Programm. Mit der Deadwood kommt eine abgespeckte Heritage-Variante – zunächst aber nur für den US-amerikanischen Markt.
Nachdem die Company mit dem limitierten Sondermodell Super Glide gerade erst eine neue Softail auf Basis der Street Bob exklusiv für den amerikanischen Markt gelauncht hatte, kommt jetzt ein rabenschwarzer Ableger der Heritage Classic. Zwar nicht limitiert, aber zunächst ebenfalls nur in den USA. Man darf aber davon ausgehen, dass die Deadwood für das Modelljahr 2027 auch hierzulande das Harley-Programm erweitern wird.

Wie die limitierte Super Glide ist auch die Deadwood kein neu entwickeltes Motorrad, sondern der Ableger eines existierenden Modells. Durch das Weglassen oder Hinzufügen diverser Anbauteile und geschickt gesetzte Farbakzente entsteht so mit vergleichsweise geringem Aufwand ein neues Modell. Das ist clever gemacht, weil sowohl die Super Glide als auch die Deadwood voll ins Schwarze treffen. Na gut, die Super Glide trifft eher ins Weiße, aber die auf das Kürzel FLHD hörende Deadwood präsentiert sich – in bester Dark-Custom-Tradition – komplett durchgeschwärzt. Ein Hauch von Bad Bike liegt in der Luft …
Die neue Deadwood dürfte als reguläre Softail das Modelljahr 2027 bereichern
Im Vergleich zur Heritage Classic sind es eigentlich nur drei Details, die den Unterschied machen: Der Verzicht auf Seitenkoffer, ein Solositz statt einer Doppelsitzbank und ein gekürzter Windschild in dunklem Rauchglas. Dieser lässt sich wie gehabt in Windeseile abnehmen, so dass die Deadwood dann als splitternackter Bobber vor einem steht. Bei näherem Hinsehen fällt aber auf, dass die Deadwood im Vergleich zu ihrem Schwestermodell ein ganzes Stück tiefer liegt. Dazu wurde der Federweg hinten von 112 auf 86 Millimeter gekürzt, die Sitzhöhe ist mit 673 Millimetern knapp zwei Zentimeter niedriger. Insgesamt wiegt das neue Modell auch 28 Kilo weniger als die Heritage Classic, also 298 statt 326 Kilogramm.

Ansonsten sind beide weitgehend identisch. Der 117er Milwaukee-Eight mit 1923 Kubikzentimetern Hubraum schiebt auch in der Classic-Ausführung ordentlich an. In den Staaten liegt er wegen der weniger strengen Abgsanorm mit 99 PS ganze 7 PS über der EU-Version. Wie alle Softails kommt auch die Deadwood mit Kurven-ABS, Traktionskontrolle, Schleppmomentregelung, Reifendruckkontrolle, drei Fahrmodi und einem USB-C-Anschluss.
In den USA wird die Deadwood 2.000 Dollar günstiger angeboten als die Heritage Classic
Die offizielle Vorstellung des neuen Modells ist für Anfang August in Sturgis geplant. Sehr passend, denn ihren Namen hat die Deadwood dem gleichnamigen Städtchen zu verdanken, das nur 20 Kilometer von Sturgis entfernt liegt. Preis? Da die Heritage Classic hierzulande aktuell 28.170 Euro kostet, dürfte die Deadwood etwas günstiger werden, da sie ja eine abgespeckte Variante ist. In den Staaten ist sie jedenfalls ganze 2.000 Dollar günstiger als ihr Schwestermodell. Ob wir mit unserer Vermutung richtig liegen, dass sie zum Modelljahr 2027 auch zu uns kommt, wird sich bald schon zeigen. Denn die Company will ja ab diesem Jahr wieder zu ihrem alten Rhythmus zurückkehren und die neuen Modelle bereits im Herbst des Vorjahres präsentieren. Und das ist ja nicht mehr lange hin.
Info | harley-davidson.com/us















