Motorradfahren ist pure positive Emotion“, sagt Bernd Preuss, der Besitzer dieser Harley-Davidson Breakout. Wir trafen ihn vor ein paar Jahren auf Mallorca, wo er seiner bunten Softail auf traumhaften Strecken reichlich Auslauf gab.

Für mich ist das nichts, all die Drachentöter, Totenschädel, Schwerter, Dornen, Blut und Tränen auf den meisten Custombikes. Motorradfahren ist etwas durch und durch Positives, deshalb wollte ich eine Farbgestaltung, die nicht Tod und Verderben, sondern Lebensfreude ausstrahlt“, erklärt uns Bernd.

Besitzer Bernd Preuss auf seiner freundlichen Breakout. Hinter dem Fahrersitz klebt hier ein Soziusbrötchen, die dazugehörige Fuß- raste ist unauffällig waagerecht zwischen den Endtöpfen platziert

Ein wohltuender, nachvollziehbarer Denkansatz, den Ingo Kruse in handwerklicher Perfektion umgesetzt hat. Den technischen Umbau der ab Werk ohnehin schon relativ breit besohlten Breakout besorgte die Hamminkelner Cus-tom-Gang von Thunderbike.

Harley-Davidson Breakout

Die Radgrößen wurden deutlich nach oben geschraubt, vorn rotiert in Bernds Breakout ein hauseigenes 23-Zoll-Rad (Serie 21 Zoll), hinten sitzt jetzt ein mächtiger 21-Zöller (Serie 18 Zoll), auf dem eine 260-Millimeter-Walze thront.

Mischbereifung: Vorn sitzt ein Avon, hinten ein Gummi von Metzeler

„Fährt sich sehr ordentlich um die Ecken“, betont der Besitzer. Interessanterweise musste an der Dreiecksschwinge der Softail nichts geändert werden, die hat ab Werk so viel „Luft“, dass der 260er-Gummi gerade noch so reinpasst.

Thunderbike lieferte die meisten Parts

Selbstredend stammt auch die Mehrzahl der verbauten Parts and Accessories aus dem Portfolio von Thunderbike. Tank, Front- und Heckfender, Fußrastenanlage, Riemenrad, Bremsscheiben, Handhebel und etliches mehr findet man im Katalog der Jungs vom Niederrhein.

Funktioniert: Die floralen bunten Elemente wirken positiv und lebensbejahend

Dort, wo sie auf Zukaufteile zurückgriffen, geht es edel zu. So stammt der innenliegende Gasdrehgriff von Müller, die All-in-one-Rückleuchten von Kellermann und die gefrästen Lenkerendenspiegel vom italienischen Alu-Künstler
Rizoma – alles feine Brocken.

Flower Power Breakout

Die relativ gerade originale Lenkstange behielt man zwar bei, positionierte diese aber aus ergonomischen Gründen mit einem hauseigenen Riser eine Spur weiter hin zur oberen Gabelbrücke, denn Bernd ist ein großer Mann, da kann man ein paar Zentimeter zwischen Sitz und Lenker gut gebrauchen.

Das Heck ist clean, die Leuchten stecken in den All-in-one-Kellermännern

Richtig gut gefallen hat uns auch die 2-in-2-Auspuffanlage von Jekill & Hyde, weil sie so herrlich geradlinig
verläuft und fast scramblerartig hoch montiert ist. Ein paar Chromdeckel an den richtigen Stellen, ein mächtiger in den Wind gestreckter Luftfilter-Konus … und fertig ist ein Bike, das in natura noch viel stimmiger wirkt als auf den Bildern.

Cooler Auftritt mit Hippie-Flair

Und das uns beweist, dass ein cooler Auftritt auch ganz ohne martialisches Gedöns, Excalibur-Schwert, Riesenschlangen, keltische Runen und Skulls funktioniert. Deshalb auch der Konzeptname des Bikes: „A touch of India“

 

 

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