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Harley CVO Modelle mit Twin Cam

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Die Maschinen aus der Sonderabteilung Custom Vehicle Operations bilden seit mehr als einem Vierteljahrhundert die Speerspitzen im Lieferprogramm von Harley-Davison. Werfen wir einen Blick zurück auf die Harley CVO Modelle mit Twin Cam 110 V2.

CVO-Modelle gibt es seit 1999. Diese Motorräder sind besonders exklusiv, da an ihnen unzählige Teile verbaut werden, die nur für diese Modelle entwickelt und hergestellt werden. Und traditionell werkelt in den CVO-Modellen auch der größte Motor, den Harley-Davidson baut. Auch fließen die neuesten Entwicklungen der Company stets zuerst in die CVO-Modelle ein. Neue Konzepte werden in diesen Sondermodellen lanciert, um eventuell später einmal in die Serie übernommen zu werden. Bei Neupreisen um die 50.000 Euro für die Big Twins liegt der Fokus verständlicherweise bei den meisten eher auf einer gebrauchten Harley CVO. Schauen wir mal, was die Company diesbezüglich während des Zenits der Twin-Cam-Ära im Angebot hatte.

Harley CVO Modelle mit 110er Twin Cam V2

110 Kubikinch Hubraum hat das damals größte Aggregat, das sind satte 1.802 Kubikzentimeter. Nur in die CVOs gelangte dieser Motor, für andere Modelle war er nicht mal gegen Aufpreis bestellbar. Im Modelljahr 2011 waren die CVOs zum Beispiel erstmalig mit einem mp3-Player-System ausgerüstet, ein Feature, das später natürlich auch in die normalen Serienmodelle eingeflossen ist.

Diese vier CVO-Modelle gab es im H-D Jahrgang 2011: Drei Tourings und die spannende Softail Convertible, die sich im Handumdrehen verwandeln lässt

Jedes Jahr gibt es neue CVOs, meist greifen die Entwickler dabei als Basis auf die Big-Twin-Modellfamilien zu – und das waren damals ja noch deren drei. So gab es auch veredelte Dynas und Softails. Aber genau wie heute hatten die Amis den Schwerpunkt ganz eindeutig auf die Dickschiffe gelegt. Gleich drei der vier 2011er CVO-Modelle basierten auf der Touring-Baureihe, lediglich die bereits aus dem Jahrgang 2010 bekannte „Convertible“ vertrat die Softail-Familie.

Harley CVO Modelle mit wahnsinns-Lackierungen

Und die Company läutete das Comeback der Road Glide in Deutschland ein. Da sie bei uns nur von 1980 bis 1992 offiziell importiert wurde (damals hieß sie noch Tour Glide), lag die Zahl der Exemplare, die man auf den Straßen zu Gesicht bekam, eher im homöopathischen Bereich. Wer aber schon immer eine Road Glide besitzen wollte, konnte dies nun tun. Wenn auch vorerst nur als exklusive CVO Road Glide.

Das Audiosystem inklusive mp3-Player lässt keine Wünsche offen

Alle CVOs des Modelljahrs 2011 haben gewisse Gemeinsamkeiten: Alle werden durch den großen 110er Twin Cam angetrieben, alle haben einen besonders aufwändigen Mehrfarbenlack, alle tragen speziell designte Sitze, das Pinstriping ist von Hand gezogen und die teil- oder vollverchromten Räder samt Bremsscheiben unterscheiden sich von der Serie. Auch tragen diese Sondermodelle andere Uhren, andere Armaturen und Griffe, und die Audio-Systeme haben mehr Leistung und sind mit deutlich edleren Komponenten bestückt.             

CVO Softail Convertible

Die Convertible gab es zwar schon für das Modelljahr 2010, für das Jahr 2011 wurde sie aber kräftig überarbeitet. Der Clou an dieser Softail ist, dass man im Grunde zwei Motorräder in einem hat. Eben noch ein Tourer mit Windschutz und Stauraum, lassen sich in wenigen Minuten dank Schnellverschlüssen die Frontverkleidung, die Lederkoffer und das Soziussitzbrötchen samt Sissybar abmontieren und voilà … plötzlich steht ein mördercooler Chopper vor einem. Ein Konzept, wie wir es auch von Dyna Switchback und Sport Glide kennen.

Softail Convertible: Zwei Motorräder in einem!

Der halbhohe, 30 Millimeter dicke Apehanger steht dieser Edel-Softail ausgezeichnet und bietet dem Fahrer auch eine sehr gelungene Ergonomie. Besondere CVO-Features sind die Drive-by-wire-Gasbetätigung, ein ABS, ein Tempomat, ein in das Windschild integriertes mp3-Audiosystem, Alligator-Stil-Lederbesätze an Sitzbank, Satteltaschen und Luftfilter und ein Keyless-Zündsystem mit Wegfahrsperre. Die Convertible ist vorn mit einem 130er, hinten mit einem 200er Reifen bestückt. Es gab sie in drei Farbvarianten zum Preis von 30.540 Euro.   

CVO Street Glide

Die CVO Street Glides waren schon damals wirklich todschicke Geräte, die zudem noch einwandfrei fahrbar sind. Der Grund: Die Street Glide ist knapp 40 Kilo leichter als ihre fetten Touring-Schwestern und das macht sich auf der Straße deutlich bemerkbar, wo jedes Kilo, das man nicht bremsen, beschleunigen und umherwuchten muss, zählt. Die lieferbaren Farbkombinationen waren echte Hingucker, dass muss man in echt mal gesehen haben. Riesige Vorderräder an Custom-Baggern waren in den USA schon damals schwer in Mode. Harley trug dieser Mode Rechnung. Während die 2010 CVO Street Glide noch vorn und hinten auf 18-Zöllern lief, hat das 2011er Modell ein 19-zölliges Vorderrad. Die Bremsscheiben sind zwecks besserer Zentrierung schwimmend gelagert.   

CVO Street Glide

Selbstredend besitzt auch diese Sonder-Street Glide einen Tempomaten (ABS ist ja sowieso Serie bei allen Tourings), einen ganzen Sack voller Chromapplikationen und ein Audiosystem mit sechs Lautsprechern mit 100 Watt per Kanal. Alle Features aufzuführen, wäre Legion. 33.295 Euro mussten damals für die CVO Street Glide hingeblättert werden.

CVO Road Glide Ultra

Die CVO Road Glide war wirklich „ultra“. Ultra schwer (410 Kilo), ultra breit, ultra riesig. Die rahmenfeste Frontverkleidung hat gefühlt die Ausmaße eines Sportboots, ein solch voluminöses Armaturenbrett besitzt nicht mal ein Lastwagen. Wenden auf engen Sträßchen ist mit diesem Klopper ein echtes Erlebnis, aber die optische Präsenz ist immens.

CVO Road Glide Ultra

Natürlich hat dieser Dampfer alles, was ein Motorrad braucht und dazu noch viel mehr. Die Amis stehen auf überbordende Ausstattung, und so tummeln sich neben einem durchaus sinnvollen Navi und der unvermeidlichen Audio-Anlage auch eine CB-Funkstation und ein mp3-Anschluss an Bord. Im Lieferumfang enthalten war übrigens ein iPod Nano mit 8 GB Speicherplatz. Witzig, dass einem sowas heute, gerade mal 15 Jahre später, wie ein Relikt aus der Steinzeit vorkommt.

Harley CVO Modelle mit exklusiven Features

Fahrer- und Soziussitz sind selbstverständlich getrennt regelbar zu beheizen, der Beifahrer darf sich sogar über eine stufenlos einstellbare Lordosenstütze in der Rückenlehne freuen. All die Chromteile sind „too much to list“, nicht unerwähnt bleiben soll aber die Zentralverriegelung, durch die mit einem Schließvorgang gleichzeitig die Zündung und auch beide Koffer und das Topcase gesichert werden.

Die Sitze sind getrennt beheizbar, der Soziussitz ist mit einer Lordosenstütze ausgestattet

Dieses Komfort-Sicherheitsfeature schmückt übrigens auch die CVO E-Glide. Die CVO Road Glide kam in drei Farbvarianten, 37.270 Euro hat der freundliche Harley-Händler damals aufgerufen.

CVO E-Glide Ultra Classic

Die E-Glide gab es jedes Jahr als CVO-Version. Die 2011er profitierte von Detailarbeit und neuen elektronischen Standards. Gut: Das Navi kommuniziert über die Audio-Lautsprecher mit dem Fahrer. Natürlich verfügt das Flaggschiff über alles, was Harley damals so zu verbauen hatte: ABS, Tempomat, Harman/Kardon-Audio-System mit CB-Funktion, Griffheizung, getrennt regelbare Sitzheizung, Lordosenstützen und, und und … Kurios und für Harley recht ungewöhnlich: Die 2011er Electra Glide Ultra Classic gab es nur in einer Lackvariante.

CVO E-Glide Ultra Classic

Soviel Chrom und Luxus will bezahlt sein. Empfindliche 45.445 Euro kostete eine CVO E-Glide Ultra Classic des Modelljahrgangs 2011. Nur ein paar Hände voll kamen nach Deutschland und Europa, die weltweite Produktion dieser zweirädrigen Pretiose war auf 1.500 Stück beschränkt, was auf alle Fälle die Exklusivität eines solchen Bikes garantierte. Und das schlägt sich entsprechend auch in den Gebrauchtpreisen nieder. Die meisten CVO-Modelle mit 110er Twin Cam liegen noch immer bei deutlich über 20.000 Euro.

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H-D Köln Open House (bis 25.4.)


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Fotos: Frank Ratering
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