Diese Harley Shovelhead mit Springergabel und 23-Zoll-Rad wurde einst als Promobike für eine Versicherung gebaut
Um ein Versicherungsprodukt standesgemäß in Szene zu setzen und den Kunden auf den großen europäischen Bike-Events Rede und Antwort zu stehen, wurde Dipl.-Ing. Dirk Johannsen beauftragt, ein Promotion-Bike auf Basis einer Harley Shovelhead zu bauen. AHA Design aus Bielefeld kümmerte sich später um den Paintjob des Highneckers.
Rahmen mit integriertem Öltank
Johnny konstruierte eigens dafür einen Rahmen mit integriertem Öltank. Schmierstoff wird über einen Stutzen direkt hinter dem hohen Steuerkopf nachgefüllt, die Ölstandskontrolle erfolgt über ein Makrolon-Schauglas unter dem Einfüllstutzen. Angetrieben wird das Bike von einem originalen, jedoch leistungsmäßig gepushten Harley Late Shovel-Motor, dessen Zylinderkopfdeckel im Knuckle-Style gehalten sind.

Die Trapez-Gabel von Senn sorgt mit ihren Vierkantprofilen für einen nostalgischen Look, das Fahrerlebnis ist dank moderner Feder-/Dämpfer-Komponenten aber durchaus neuzeitlich. Sämtliche Fahrbahnunebenheiten werden von dem stylischen Parallelogramm-Frontend glatt gebügelt, hinten sorgt das bewährte Luftfederungssystem von Legend Air für annehmbaren Komfort. Das Vorderrad misst riesige 23 Zoll im Durchmesser und rundet das Erscheinungsbild des Highneckers optisch sehr schön ab.
Harley Shovelhead, ordentlich befeuert
Brachial kommt die wuchtige Typhoon-Gasfabrik mit dem unterarmdicken Ansaugschlund daher. Gespeist wird dieses Vergaser-Trumm aus Carl’s Speed Shop von gleich zwei Spritschläuchen, die vom seitlich angeschweißten, absichtlich abstehenden Unterdruck-Benzinhahn von Pingel abgehen. Für den Kraftschluss vom Motor zum Getriebe sorgt ein zwei Zoll breiter Belt von BDL. Der mitschwingende Kotflügel aus Stahlblech wurde von Johnny absolut passgenau über den 250er Reifen gedengelt.

Der Sitz ist, wie die Griffe, das Kickstartpedal und das Schwingencover, mit edelstem Perlrochenleder bezogen. Doch der eigentliche technische Clou dieses Bikes ist unter der Sitzbank verborgen. Es ist dies ein fest installiertes TracyBike GPS-Ortungsgerät von der Größe einer Zigarettenschachtel.
Notruf an Bord
Das sendet bei unbefugter Benutzung einen Notruf an einen vorher festgelegten Empfänger ab. Per Google Maps wird dann ein Ortungspunkt oder Bewegungsprofil erstellt. Somit lässt sich der Standort des Bikes jederzeit feststellen, es entsteht eine optimale Beweiskette für die Polizei und die Versicherung.

Solch ein GPS-System kann sich jedermann bei seinem Fachhändler in sein eigenes Bike einbauen lassen. Dieser Händler bestätigt dann dem Verein gegenüber den ordnungsgemäßen Einbau, was wiederum die Voraussetzung dafür ist, bei der Allianz Am Siekerwall in den Genuss der neuen, sehr weitgehenden Versicherungspakete kommen zu können.






Schreibe einen Kommentar