In Hamburg ist man mit einer Harley-Davidson Electra Glide Police der Twin-Cam-Ära im Auftrag des Herrn unterwegs.
Kaum ist er aus dem Knast, sitzt er schon wieder in einem Police Car – Jake Blues findet das nicht witzig. Doch sein Filmbruder Elwood weiß sehr genau, warum er das neue „Blues-Mobil“ angeschafft hat: Motor und Fahrwerk des 74er „Mount Prospect Police“-Dodge sind amtlich gedopt – keine schlechte Basis für zwei Jungs, die, verfolgt vom Rest der Welt, im Auftrag des Herrn unterwegs sind.
eigens aus den USA importierte Electra Glide Police
Es ist diese Vorliebe für Fahrzeuge, die gewöhnlich in Händen der Exekutive sind, die Roger Gierz von Harley-Davidson Hamburg Nord mit „Blues Brother“ Elwood verbindet. Eine Vorliebe, die wahrlich nicht von ungefähr kommt. So wartet die hier präsentierte Electra Glide Police – eine Rarität, die eigens von H-D Hamburg Nord aus den Staaten importiert wurde – mit einem 1690 cm³ großen Twin Cam auf.

„Der schiebt mächtig an“, verspricht Roger mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Damit Cops auch nach dem Dauereinsatz von Signalleuchten und Martinshorn noch genügend Saft zum Starten haben, läuft die Versorgung der Batterie über eine Hochleistungslichtmaschine. Und die installierten Heizgriffe und die Sitzheizung können das Bordnetz auch nicht überfordern.
Wetterfest – Electra Glide mit Sitz- und Griffheizung
Apropos Sitz: Der ist kein schnöder Normalo-Hocker, sondern basiert auf einem echten, luftgefederten Polizei-Fauteuil. Für ihren Umbau ließen die Hamburger den Sattel nicht nur optisch verschönern, sondern werteten ihn auch mit dem erwähnten Wärmespender auf. Die luftunterstützten Federbeine, die klassische „Bat Wing“-Verkleidung, verstellbare Trittbretter und wasserdichte Police-Gepäckkoffer tun ein Übrigens zum gehobenen Touringkomfort.

Aber nicht nur den Komfort, auch die Optik pimpten die Vertragshändler in Hamburg Nord. Binnen drei Tagen schufen sie einen Traum in bläulich schimmerndem Metallic-Silber und tiefem Schwarz. Ein „Auxiliary Lamp“-Kit mit Klarglas-Optik ergänzt den Scheinwerfer. Das LED-Rücklicht und die Blinker sind ebenfalls in weißem Klarglas gehalten.
Der Fat-Boy-Soziussitz ist im Nu montiert
Die Spiegel wanderten in die Außenkanten der Bat Wing Verkleidung. Sämtliche Zierblenden und Scheinwerfer, Sturzbügel, Kofferschutzbügel, Luftfilter und Blinkerhalter erstrahlen wie Rahmen und Räder in schwarz. Die Windschutzscheibe wich einem ultraknappen, getönten Windschild. Beifahrertrittbretter und ein im Nu montierbarer Fat-Boy-Soziussitz sorgen dafür, dass Elwood seinen Bruder Jake jederzeit kommod befördern könnte – nicht nur ihn!

Dem Schicksal, das seinen Dodge in dem berühmten Kultstreifen ereilte, wird die Harley mit Sicherheit entgehen: Sieben der acht eigens für den Film angefertigten Blues-Mobile wurden während der Dreharbeiten geschrottet.
Info | harley-hh.de













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