Dieser Promo-Klopper von Nash Motorcycles baut auf einem kräftig gestutzten FL-Rahmen auf, der mit einem Shovelhead-V2 bestückt wurde.
Der Name des Bikes bedeutet nichts anderes als „Schläger“. Gemeint sind allerdings nicht rüde Gewalttäter, die ihre Fäuste nicht im Griff haben, sondern vielmehr das Schlagholz beim Baseball, dem amerikanischen Nationalsport. Taber Nash lebet und arbeiten in Vancouver im US-Bundesstaat Washington. Der liegt bekanntlich an der Westküste.
Von den drei Nash-Brothers blieb nur Taber der Company treu
Deshalb ist verständlich, dass er großer Fan der Los Angeles Dodgers ist. Das Team spielt in der Western Division der National League. Um seine Liebe zu diesem Sport und seine Profession als Bikebuilder zusammenzuführen, baute er dieses Bike. Es enthält etliche Anspielungen und Zitate rund um das Thema Baseball.

Doch beginnen wir von vorn. Die Brüder Trent, Taber und Teddy Nash gründeten die Nash Motorcycle Company (NMC) im Jahr 2003. Die Bikes von NMC vereinen in sich Stile alter Bobber, Chopper und Hot Rod Bikes. Die drei Brüder sind voll dem Oldstyle verpflichtet … würde man den Jungspunden eigentlich gar nicht zutrauen, denn optisch gehören die drei mit den „Ts“ am Anfang ihrer Vornamen eher der Playstation-Generation an.
In den meisten Nash-Bikes werkelt ein Shovelhead
Ihre Bikes jedoch sprechen eine andere Sprache. An NMC-Bikes ist kein überflüssiger Schnickschnack. Viele Parts entwickeln und bauen die Jungs übrigens selbst. Beziehungsweise Taber allein, denn Trent und Teddy sind vor ein paar Jahren ausgestiegen. So oder so: Starrrahmen, hohe Lenker auf eigenen Risern und flache Sättel zeichnen die Bikes aus dem Evergreen State aus. Naturgemäß passen dazu keine breiten Reifen.

Im Falle des hier vorgestellten Slugger nahm Taber einen alten FL-Rahmen, stutzte ihn kräftig zurecht und begannen mit dem Aufbau. Wie meistens bei Nash-Bikes fand ein Shovelhead-Motor Verwendung. Ebenso selbstverständlich ist, dass dieser nur per Kicker zum Leben erweckt werden kann.
Made by Nash: Kickstarter mit verseknbarem Tritt
Und genau hier findet sich schon eine der Besonderheiten. Das Kickerpedal wurde erdacht von einem Szene-Veteranen. John Grant störte die Tatsache, dass sich der Hebel seines Kickers immer selbstständig machte und ihm während der Fahrt gegen die Waden schlug.

Er dachte sich einen Kickstarthebel mit versenkbarem Tritt aus. Zum Starten wird dieser herausgezogen und herumgeklappt. Im Ruhezustand halten Magneten das Teil an seinem Platz; sieht gut aus und funktioniert hervorragend. Nash Motorcycles baut das Teil und ist auch für die Vermarktung zuständig. Weitere Teile an dem Bike stammen von anderen Fahrzeugen.
Um den Shovelhead anzufeuern muss der Gasgriff nach vorn gedreht werden
So stammt der Heckfender von einem alten Lincoln, der Tank von einer Triumph. Als Öltank kam ein altes Kompressorgehäuse zum Einsatz. Das wurde innen ausgefräst und mit den notwendigen Anschlüssen versehen. Die Satteltasche an der linken Seite stammt vom Flohmarkt. In ihr verstecken sich die Elektrik und die Batterie.

Eine kleine Besonderheit beinhaltet der Gasgriff. Um zu beschleunigen, muss er nach vorn, also entgegen der gewohnten Richtung gedreht werden. Warum Taber das so gebaut habt, ist uns schleierhaft, aber immerhin gilt es zu vermelden, dass es nach einer Umgewöhnungszeit gut funktioniert. Auf eine schicke Lackierung wurde bewusst verzichtet. Taber ließ die Teile so, wie er sie vorfand und malten einfach auf den Rost drauf. Ziemlich abgefahren, das Ganze, aber solange dabei solch interessante Bikes heraus kommen, darf er das.
Info | nashmotorcycle.com















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