Besitzer Andreas ist einer dieser Menschen, die zwar viele Ideen, aber kaum Zeit haben. Als Chef einer Werbeagentur ist er ein kreativer Kopf, aber zeitlich sehr eingespannt. Deshalb hat er sich für die Umsetzung seines Gooseneck-Bike-Projekts professionelle Hilfe gesucht.

Die gewundenen Krümmer fertigte Herman selbst, die Töpfe stammen von Supertrapp

Die Ursprünge dieses Bikes liegen bereits im Jahr 2005. Damals, als Customizer wie Jesse James oder Billy Lane den Stil der Szene prägten, war das Bike ein Langgabler und trug am Heck einen 240er Reifen. Um dicht am Pulsschlag der Szene zu sein, nahm Andreas seinerzeit Kontakt zu Keino und Paul Cox in New York auf.

Ein Gooseneck im Frisco-Style

Die Jungs von Indian Larry Legacy lieferten einige interessante Ansätze und so wechselte das Bike im Laufe der Jahre mehrfach seinen Look. Das Ziel war ein Bike im Stil des Frisco-Style der 70er, aber mit moderner Performance. Die drei Schlüsselworte „funktionell, zuverlässig und schnell“ lieferten den ideellen Rahmen dafür.

Den Scheinwerfer steuerte eine Honda bei, das Rücklicht und die Fußrasten lieferte Zero Engineering

Andreas dachte sogar daran, sich sein endgültiges Wunschbike von Keino selbst bauen zu lassen. Also reiste er nach New York. Doch es zeigte sich, dass beide Männer sehr eigensinnige Charaktere sind, sie wurden sich nicht einig. Keino wollte strikt nach seinen eigenen Regeln bauen und lehnte jeglichen Input vom Kunden ab.

Fruchtbare Zusammenarbeit in der Heimat

Notgedrungen ging Andreas zu Plan B über und entsann sich seiner Landsleute von Calles Chopperdelar, deren Werkstatt „nur“ vier Stunden Fahrzeit von seiner Heimatstadt Stockholm entfernt liegt. In Erik „Herman“ Hermansson fand er dort einen verständigen Schrauber, der die Zielvorgaben verstand und mit Andreas auf der gleichen Wellenlänge funkte, was den Stil des Bikes anging.

Nirgendwo abgekupfert: Egal, ob die Fußrastenanlage oder der ge- federte Sitz, die schwedischen Jungs haben ihr eigenes Ding gemacht

Motor, Getriebe und Anlasser des ursprünglichen Langgablers wurden weiter genutzt, arbeiten nun aber in einem komplett neuen Rahmen. Das starre Gooseneck-Rohrwerk mit zwei Zoll Stretch stammt von Calles Chopperdelar. Auch die Springer-gabel stammt aus gleicher Quelle.

Steil und agil

Die Gabel ist von Fred Hernandez, der mit Denver Mullins von Denvers Choppers arbeitete, inspiriert. Da sie im Vergleich zum Langgabler steil steht, generiert sie einen kürzeren Radstand, was das Bike agiler macht. Den Scheinwerfer steuerte eine Honda bei, das Rücklicht und die Fußrasten lieferte Zero Engineering.

Ein schicker runder Luftfilter mit K&N-Innenleben

Auch der seltsam geformte Tank stammt aus Japan, von einem Motorrad der Marke Hodaka. Der modifizierte Spritbehälter ist mit zwei Benzinhähnen versehen, sodass der Mikuni 45-Vergaser in jedem Fall mit ausreichend Kraftstoff versorgt wird. Ein schicker runder Luftfilter mit K&N-Innenleben liefert die Luft zur Gemischaufbereitung.

Der Bremszangenhalter ist selbst gefertigt

Der Motor ist über jeden Zweifel erhaben

Der zwei Liter große Motor von TP ist leistungsmäßig über jeden Zweifel erhaben und liefert seine Performance an ein sechsstufiges Getriebe von Baker. Die gewundenen Krümmer fertigte Herman selbst, die Töpfe stammen von Supertrapp. Lenker, Heckfender und einige weitere Parts sind ebenfalls Sonderanfertigungen oder angepasste Produkte aus der hauseigenen Linie.

Ach, warum das Bike Roland heißt haben wir nicht herausbekommen.

Kontakt | calleschopperdelar.jetshop.se