Statt vom schwer angesagten Bobber-Look wurde dieser bayrische Umbau einer Dyna Street Bob vom Hot Rod-Style inspiriert.
Als die Harley-Davidson Company mit dem Modelljahr 2006 eine neue Dyna zum Dumpingpreis brachte, stand ein guter Teil der Big Twin-Szene erst einmal Kopf.
Anfangs kostete die Dyna Street Bob nur 12.865 Euro
Eine Maschine, ganz in geheimnisvollem Mattschwarz gehalten, obercool designt, mit dem Twin Cam versehen, gutem Fahrwerk, tollem Handling, und das alles zu einem Endverbraucherpreis von 12.865,- Euro. Dies war eine äußerst bittere Pille für die japanischen Hersteller, die der Company seit vielen Jahren mit ihren geklonten Softchoppern über den günstigeren Preis in die Suppe spuckten.

Die Dyna Street Bob war von Anfang an ein Bestseller. Die Vertragshändler konnten im Premiere-Jahr gar nicht so viele bekommen, wie sie hätten verkaufen können. Sobald die Maschinen eintrafen, standen die Kunden, die allesamt vorgeordert hatten, ungeduldig wippend vor dem Verkaufstresen und drängten auf die Auslieferung durch den Händler.
Endlich mal ein farbenfroher Street-Bob-Umbau
Mit ein Grund dafür, dass es anfangs überschaubar wenige Umbauten auf Street-Bob-Basis gab. Die begehrten Eisen standen einfach nie lange genug beim Händler, dass der mal Zeit und Muse gehabt hätte, sich über Street Bob-Customizing tiefere Gedanken zu machen.

Dem Augsburger H-D Dealer ging es nicht anders. Zwar wurden immer mal wieder Maschinen dem Kundenwunsch entsprechend umgebaut (beliebteste Änderungen: breiter Lenker, andere Fender, etwas breitere Hinterreifen und Lackierungen), doch sich eine Street Bob so richtig nach Herzenslust vornehmen, das musste warten, bis die „Grundversorgung“ im Publikum gedeckt war.
2018 wurde aus der Dyna Street Bob eine Softail
Dies ist mittlerweile natürlich längst geschehen und die Dyna Street Bob schon vor Jahren zur Softail mutiert. Dennoch haben sich die Bayern nochmal eine Dyna vorgenommen, und zwar dieses Mal nach ihrem Gusto. Die Kundschaft orderte ja fast immer schwarz und meist Bobber-Style. Deshalb sollte ihre eigene Interpretation völlig anders werden, ohne jedoch die Kosten aus den Augen zu verlieren.

Schon seit längerer gibt es im Auto-Bereich einen Trend zu Hot Rods. Was lag also näher, als die Street Bob einmal in Richtung flachem Hot Rod umzusetzen. Alle Umbauteile zu erwähnen würde den Rahmen dieses Berichts sprengen, nur soviel: Ausgenommen Rahmen, Motor und Elektrik blieb praktisch keine Baugruppe original.
Das Lackkleid brachte szene-Größe Marcus Pfeil auf
Einiges wie etwa Tank und Fender machten die Augsburger selbst, anderes steuerten bekannte Parts-Produzenten bei. Die Gabel zum Beispiel lieferte Müller, die breite Schwinge kam von Thunderbike. Das Lackkleid brachte die Szene-Größe Marcus Pfeil auf. Und das Wichtigste überhaupt: Alles hat TÜV!


















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