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Fotos: Steve Kelly | Fotos sind urheberrechtlich geschützt

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Custom Bagger von Fat Bagger Inc.

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Die drei Buchstaben F.B.I. stehen hier nicht für das Federal Bureau of Investigation, sondern für Fat Bagger Inc., eine Firma, die sich auf das Thema Custom Bagger spezialisiert hat.

Gegründet wurde FBI durch Gary Chipp, der als Junge in den Harley-Stores seiner Eltern aufwuchs und so schon zeitig mit dem Thema Motorrad und Customizing vertraut wurde. Erste Erfolge feierte er mit seinem Angebot, serienmäßigen Tourern breitere Hinterräder zu verpassen. Mit der Zeit wurden die Nachfragen so groß, dass Gary seine eigene Firma gründete.

Fat Bagger Inc. konstruiert auch komplette Bikes

Eine ganze Weile veränderte Gary ausschließlich serienmäßige Harleys, inzwischen werden bei FBI aber auch eigene Bikes wie die hier vorgestellte Razorback konstruiert. Ein langjähriger Kunde, der sich seine Bikes stets mit FBI-Parts umbauen ließ, wollte Anfang letzten Jahres ein komplett neues Fahrzeug. Dabei legte er Wert darauf, dass sein liebstes Spielzeug, ein iPad, ins Bike integriert wird.

Der Kunde wollte unbedingt sein iPad am Motorrad haben. FBI baute es als Hauptspielzeug mittig ins Cockpit ein

Da Gary moderner Technik und Innovationen schon immer positiv gegenüber stand, war dies kein Problem. Er entwickelte eine Halterung, die sich perfekt in die selbst entworfene Verkleidung einfügt und den Tablecomputer gleichzeitig als Infozentrale und Navi nutzt. Digitale Instrumente wie Tacho und Drehzahlmesser sowie die Lautsprecher sitzen rechts und links davon.

Der hier präsentierte Custom Bagger kostete seinen Besitzer stolze 75.000 Dollar

Als Basis für diesen Überbagger diente ein Fahrwerk, bei dem sowohl Rahmen wie auch Gabel und Schwinge aus eigener FBI-Fertigung stammen. Räder, Bremsscheiben und Pulley im gleichen Design fanden sich im Programm von RC Components. Die Bremszangen steuerte HHI bei. Bei den Blecharbeiten für Tank, Fender und Rahmenverkleidung vertraute Gary natürlich auf seine eigene Mannschaft.

Gediegene Detailarbeiten: Die Auspuffenden und der Kennzeichenrahmen sind metallene Kunstwerke

Aus dem Einzelprojekt hat sich eine kleine Serie in limitierter Auflage entwickelt. Schnäppchen sind dies nicht, das hier präsentierte Bike kostete seinen Besitzer stolze 75.000 Dollar. Serienmäßig werden die Modelle der Razorback-Serie von einem 120 cui großen Jim’s Motor angetrieben. Auf Wunsch kann aber auch der hier verbaute 131er geordert werden.

Auch die Endschalldämpfer stammen von Fat Bagger Inc.

Eine hydraulische Kupplung und ein Sechsganggetriebe von Harley-Davidson vervollständigen die Antriebseinheit. Die Auspuffanlage sieht zwar äußerlich nach 2-in-1 aus, verfügt aber über einen zweiten Ausgang. Die Endschalldämpfer sind in die Koffer integriert und stammen ebenfalls von FBI. Unter dem breiten Heck versteckt sich ein 240er Hinterreifen, den man leider nicht sieht, dafür sind die Spalte zu schmal gehalten. In den langgezogenen Koffern, deren Deckel per Fernbedienung geöffnet werden können, sitzen weitere LED-Rücklichter und -Blinker.

Nicht uncool: LED-Frontscheinwerfer mit Streuglasscheibe

Der nun schon seit vielen Jahren in den USA anhaltende Trend zu hochwertig verarbeiteten Baggern ist also noch immer ungebrochen. Längst sind auch in Europa etliche Customizer in dieser Richtung aktiv geworden. Kein Wunder, dass die Kofferfische bei uns zunehmend an Akzeptanz gewinnen – noch sind Softail- beziehungsweise Cruiser- und Clubstyle-Customs hierzulande aber noch deutlich beliebter. Ob sie angesichts der exklusiven Preisgestaltung aber irgendwann ähnlich erfolgreich wie im Land der langen Highways sein werden, darf dann doch bezweifelt werden.

Info | fatbaggers.com

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